Betriebe stellen sich vor

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Freuen sich auf den Tag der Ausbildung: (von links) Georg Glade (Firma Viessmann), Erhard Wagner (Ortenbergschule), Gerhard Brühl (Kreishandwerkerschaft), Frauke Syring (Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen in Nordhessen) sowie Rainer Kesper, Cornelia Harberg und Otmar Hanickel von der Agentur für Arbeit.

In Industrie und Handwerk in der Region herrscht ein dramatischer Mangel an Fachkräften. Darauf machte am Donnerstag Gerhard Brühl, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, bei der Ankündigung des 13. Tages der Ausbildung am 18. August in Frankenberg aufmerksam.

Wie Frauke Syring vom nordhessischen Verband der Metall- und Elektrounternehmen in Nordhessen erläuterte, fehlen allein im Metall- und Elektrobereich bundesweit 49 000 Ingenieure, 27 000 IT-Fachleute und 17 000 Meister und Techniker.

Diese Situation und die aktuellen Zahlen vom Arbeitsmarkt seien mit ein Grund für den Tag der Ausbildung, sagte Brühl. Die Informationsveranstaltung für rund 1400 Schulabgänger im Sommer 2012 und deren Eltern findet am Donnerstag, 18. August, von 14 bis 18 Uhr auf dem Gelände von Lehrbauhof und Berufsförderungswerk für Handwerk und Industrie in Frankenberg statt.

Mehr als 50 Unternehmen

Über 50 Unternehmen werden sich präsentieren und wollen bei den Jugendlichen Interesse und Neugier für den ersten Schritt auf dem Weg ins Berufsleben wecken. Zudem können die angehenden Auszubildenden an diesem Tag die Vielfalt der Berufswelt entdecken und erleben.

Auf dem Ausbildungsmarkt gebe es einen Trendwechsel, merkte Brühl an: „Früher haben die Jugendlichen bei den Betrieben um Lehrstellen angefragt. Jetzt werben die Ausbildungsbetriebe, um Nachwuchs für die Zukunft gewinnen zu können.“

Bei den Betrieben stünden die Türen auch für Praktika weit offen, sagte Syring – auch für ein Praktikum in einem Wunschunternehmen. „Das ist für die Jugendlichen eine sehr glückliche Situation.“ Otmar Harnickel von der Agentur für Arbeit machte darauf aufmerksam, dass sich beim Tag der Ausbildung auch Schulabgänger dieses Jahres informieren können, die bislang keinen Ausbildungsbetrieb gefunden haben.

„Derzeit sind noch 347 junge Menschen auf dem Markt, die noch einen Ausbildungsplatz suchen“, informierte Rainer Kesper, der Leiter des Arbeitgeberservice bei der Agentur für Arbeit. Demgegenüber stünden aber noch 350 offene Ausbildungsplätze. „Wir wollen möglichst vielen Jugendlichen noch einen Ausbildungsplatz besorgen und den Betrieben Bewerber zuführen“, erklärte Kesper als vorrangiges Ziel. Derzeit befinde sich der Markt aber bereits in der „Bewerbungsphase für 2012“.

Auf gleich sechs duale Ausbildungsgänge beim Allendorfer Heiztechnikunternehmen wies Viessmann-Ausbildungsleiter Georg Glade hin. „Wir haben die Zahl der Ausbildungsplätze auf 82 gesteigert“, sagte Glade. (mjx)

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