Bundesfachschule Metallhandwerk verabschiedete Absolventen und ehrte Bundessieger

Lob für Meisterschmiede

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Geschafft: Dies sind die jungen Absolventen der Northeimer Bundesfachzentrums Metall und Technik und der Technikerschule, die am Samstag ihren Meisterbrief erhielten.

Weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist das Northeimer Bundesfachzentrum Metall und Technik, das sich wieder einmal als qualifizierte Nachwuchsschmiede erwies. Bei der Meisterfeier des Deutschen Metallhandwerks in der Stadthalle erhielten die 53 Absolventen ihre Meisterbriefe.

„Mit ihrem Meistertitel haben Sie sich selbst das schönste Geschenk gemacht“, beglückwünschte der Präsident der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen, Jürgen Herbst, die Absolventen. Schließlich stelle die Meisterprüfung neben dem Abschluss zum Betriebswirt des Handwerks die höchste nichtakademische Qualifizierungsmaßnahme für selbstständige Unternehmer oder deren Führungspersonal dar.

Damit gebe der Abschluss den Absolventen eine berufliche Perspektive und dem Leben eine neue Wendung. Die fundierte Qualifikation solle motivieren und befähigen, Verantwortung zu tragen.

Herbst: „Existenzgründungen im Handwerk beweisen eine hohe Überlebensfähigkeit“. So existieren nach drei Jahren noch 80 Prozent der von Handwerksmeistern gegründeten Unternehmen. Im Vergleich dazu bestehen in der Gesamtwirtschaft nur noch rund 60 Prozent neu gegründeter oder übernommener Betriebe. Immer häufiger sind Produkte und Leistungen des deutschen Metallhandwerks im In- und Ausland gefragt. Entsprechend ist die Ausbildung des Fach- und Führungskräftenachwuchses Bestandteil jeder Agenda.

Northeim biete neben der klassischen handwerklichen Ausbildung auch das so genannte Northeimer Modell, bei dem die „Abi-Meister“ im dreimonatigen Wechsel die Zeit in ihrem Lehrbetrieb und im Studium an der Techniker-Akademie verbringen. Nicht nur Abiturienten finden dadurch immer häufiger ins Metallhandwerk, auch internationale Unternehmen und Kaderschmieden werfen regelmäßig ihren Blick auf auf Northeim. „Auch Josef Trendelkamp Junior besuchte die Meisterschule in Northeim. Sein Wissen und seine praktischen Fähigkeiten lenkten das Interesse der Nasa auf ihn und so arbeitete er schon bald in wichtigen Forschungsprojekten“, berichtete Herbst.

Lob kam auch vom Landkreis. „Ich bin stolz auf diese Northeimer Bundesfachschule und die Technikerfachschule“, sagte Landrat Michael Wickmann. Nicht in einer Groß- oder Unistadt, sondern in einem Mittelzentrum werde diese qualifizierte Ausbildung geboten. Die jungen Absolventen seien die beste Werbung für die Stadt.

Die Absolventen aus der Region

53 Absolventen erhielten ihren Meisterbrief. Folgende Einwohner aus der Region Südniedersachsen waren unter den Absolventen: Aus dem Bereich Metallbau: Michael Pieper (Lauenförde), Patrick Kettler (Uslar), Sebastian Haase (Fuhrbach); Bereich Feinmechanik: Anikka Albrecht (Moringen), Daniel Schadenberg (Northeim), Alexander Schob (Scheden). Ihren Meister in Teilzeit absolvierten im Bereich Metall: Sergej Beitler (Einbeck-Holtensen) und Alexander Dewald (Göttingen); im Bereich Feinmechanik: Stefan Fricke (Bovenden), Steffen Lenk (Wildemann), Sebastian Müller (Clausthal-Zellerfeld), Jan-Henrik Schlimme (Einbeck) und Benjamin Wolter (Westerhof). Technik-Meister: Bereich Feinmechanik: Markus König (Einbeck), Björn Niehoff (Dörrigsen), Sebastian Greve (Osterode), Sven John (Gieboldehausen), Felix Mull (Seesen); Bereich Metallbau: Patrik Suffner (Einbeck) und Philip Uhlendorff (Hann. Münden).

Northeimer Modell: Metallbaumeister Julian Pförtner (Bad Gandersheim, Metallbau Erhard Albrecht, Goslar), Feinmechanikermeister Elias Naumann (Northeim, Piller Industrieventilatoren, Moringen).

Beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks siegten: Raphael Plödt (Feinmechanik, Waldnaab), Patrick Dehn (Metall-Kunstguss, Neu-Ulm), Renke Heuer (Metallbauer-Konstruktionstechnik, Krummhörn), Sebastian Schreiber (Metallgestaltung, Ludwigshafen), Philipp Hartmann (Metallbauer-Nutzfahrzeugbau, Zusmarshausen), Peter Heintz (Zerspanungsmechaniker-Drehtechnik, Neustadt-Duttweiler) und Simon Pfeffer (Zerspanungsmechaniker-Frästechnik (Arrach). (zsv)

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