Demmer: Bei Fotovoltaik nicht kürzen

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Mitgliederehrungen im Dachdecker-Handwerk: Norbert Röhre (Zweiter von links) und Jens Greisler (Zweiter von rechts) wurden geehrt. Silke Nagel (Kreishandwerkerschaft, links) mit dem neuen Innungsschild, Obermeister Karl-Werner Demmer (Mitte) und stv. Obermeister Ralf Juschkewitsch (rechts) gratulieren.

2011 war ein gutes Jahr für die Dachdecker. Das sagte Obermeister der Dachdecker-Innung Waldeck-Frankenberg, Karl-Werner Demmer, bei der Jahreshauptversammlung. Ein Wermutstropfen bleibe dennoch: Die ständigen Kürzungen der Einspeisevergütung von Photovoltaikanlagen.

Schon 2011 sei die Einspeisevergütung dreimal gesenkt worden, was bei vielen Zulieferern und montierenden Firmen zu Engpässen geführt habe. Die neuerlichen Kürzungen des Jahres 2012 sowie wachsende Konkurrenz von Billig-Modulen aus Fernost haben laut Demmer die Lage noch verschärft. „Die Einspeisevergütung sollte so hoch sein, dass eine Photovoltaikanlage bezahlbar und lukrativ für den Betreiber ist“, forderte Demmer. Denn erneuerbare Energien seien wichtig.

Zufrieden äußerte sich der Obermeister über die Mitgliederentwicklung der Dachdecker-Innung. Diese sei leicht ansteigend und beweise, dass die Innung nach wie vor ein außerordentlich attraktives Angebot für Handwerksbetriebe sei. Als einen der Höhepunkte der Innungsarbeit im zurückliegenden Jahr nannte Demmer die Studienfahrt zur Firma Velux im thüringischen Sonneborn.

Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung wurde Norbert Röhre aus Volkmarsen anlässlich seines 25. Meisterjubiläums mit einer Ehrenurkunde der Handwerkskammer Kassel ausgezeichnet. Jens Greisler aus Goddelsheim wurde für seine herausragenden Leistungen als Kammer- und Landessieger beim Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend geehrt.

In Anlehnung an die Imagekampagne des Deutschen Handwerks - die in diesem Jahr unter dem Motto „Wir sind Handwerker. Wir können das“ läuft, erhielt jeder Versammlungsteilnehmer das neue Schild Innungsfachbetrieb von Silke Nagel ausgehändigt.

Hintergrund

Ein weiteres Thema der Jahreshauptversammlung war die Vorstellung des Projekts „Gute Arbeit und gutes Leben in Waldeck-Frankenberg“ durch die beim Berufsförderungswerk des Handwerks zuständige Projektleiterin Julia Oberlies. Das Berufsförderungswerk des Handwerks ist die Bildungseinrichtung der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg. Zentrale Ziele des Projekts seien die Förderung gesellschaftlicher Verantwortung kleiner und mittlerer Unternehmen, deren Sensibilisierung für Auswirkungen des demographischen Wandels, die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit Erwerbstätiger, die Entwicklung und Erprobung von Lösungsstrategien und Konzepten für eine demografiefeste Personalpolitik und abschließend der Transfer von Good-Practice-Beispielen auf kleine und mittlere Unternehmen im Landkreis, erklärte Oberlies. Dirk Klawe forderte die Mitglieder zur Teilhabe auf. Für Unternehmen sei es wichtig, sich aktiv gesellschaftlich zu engagieren. (nh/emr)

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