Vollgas in der Arena

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Neben einem signierten Ball der Nationalmannschaft gibt es im Fußball etwas, was jeder gerne hätte. Es ist knapp sechs Kilo schwer, rund 52 Zentimeter groß und eine der begehrtesten Trophäen im Deutschen Fußball: der DFB-Pokal.

Beim Einzug ins Finale streiten sich die Mannschaften regelmäßig darum, wer dieses Zeugnis erstklassiger Handwerkskunst in Händen halten darf. Die älteste Silbermanufaktur Deutschlands, ein Bremer Handwerksbetrieb, stellt jeweils den Pokal her, den der siegreiche Club im vereinseigenen Museum ausstellen kann.

Der Weg ins Finale nach Berlin ist für die "Fußwerker" ohne das Handwerk undenkbar. Ohne die Arbeit fleißiger und kreativer Handwerker gäbe es keine maßgefertigten Fußballschuhe für die Profis – aber auch kein Stadion, keine Stadionwurst und vor allem keine Tore.

Das Handwerk ist daher prädestiniert dazu, am Rande der Pokalspiele auf seine Leistungen hinzuweisen: Auf den Banden in Bremen, Gelsenkirchen und beim Pokalfinale in Berlin wird der Slogan der in diesem Jahr gestarteten Imagekampagne zu lesen sein: „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“ Mit der Kampagne möchte das Handwerk auf seine wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung aufmerksam machen.

Stadien aus 40.000 Tonnen Beton

Die Bau- und Ausbaugewerke sowie die Elektro- und Metallverarbeitenden Betriebe können stolz sein auf ihre Stadien. Allein in der Veltins-Arena auf Schalke haben sie 40.000 Tonnen Beton verbaut und kilometerlange Kabel für Flutlicht und Videoübertragung zugelegt. Für angenehmes Tageslicht sorgt die 13.000 Quadratmeter große Glasfassade eines nordrheinwestfälischen Glasbauers. Bei den aktuellen Umbauarbeiten im Bremer Weserstadion haben die Handwerker zudem die Umwelt im Blick. Nach dem Umbau soll die komplette Energieversorgung aus regenerativen Quellen stammen. Dazu werden insgesamt 200.000 Solarzellen auf dem Dach und an der Fassade angebracht. Die Photovoltaikanlage soll jedes Jahr 840.000 Kilowattstunden Strom produzieren. Gebraucht wird der vor allem von den vier Flutlichtern, an denen Handwerker 59 Strahler mit je 2000 Watt installiert haben.

Auch für die Requisiten im Stadion zeichnet das Handwerk verantwortlich. Ein international erfolgreicher Handwerksbetrieb aus Münster hat die beiden Tore auf Schalke mit patentierten Ausstattungen wie „Pfostenmanschetten“ oder „Kippsicherung“ gefertigt.

Und um die trockenen Kehlen für den Fangesang in Gelsenkirchen zu ölen, wurde eine fünf Kilometer lange Pipeline installiert, durch die das Bier zu über 100 Zapfhähnen strömt. Im Bremer Weserstadion hat sich ein niedersächsischer Bäckermeister eine besondere Idee einfallen lassen. Er hat eine essbare serviettenartige Bratwurstunterlage erfunden, auf der künftig die Stadionwürste serviert werden sollen. Damit ließe sich der herkömmliche Papiermüll vermeiden. Und wenn dann nach 90 Minuten abgepfiffen wird, stehen auch wieder die Handwerker bereit. Sie kümmern sich darum, dass die Stadien für das nächste Spiel wieder sauber und funktionstüchtig sind. (www.handwerk.de)

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