Denkmaltag: Die Ehlener Dorfschmiede bewahrt ein altes Handwerk am Leben

Glühendes Eisen in der Hand

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Mit Hammer und Amboss: Siegfried Triebe (links) schmiedet das glühende Eisen. Foto: zih

„Kultur in Bewegung“ – das Motto des Tag des offenen Denkmals 2010 nahmen die Ehlener Dorfschmiede wörtlich. Denn Lothar Kessler und Siegfried Triebe setzen mit Muskelkraft den Hammer in Bewegung und formten das glühende Eisen auf dem nostalgischen Amboss in unterschiedliche Gebrauchsgegenstände.

Die Ehlener Dorfschmiede war ein Schauplatz am Tag des offenen Denkmals im Wolfhager Land. Die vielen Besucher bekamen einen Einblick in Historie, Sitten, Brauchtümer, Handwerkskunst und dörfliche Lebensweisen von anno dazumal. Denn bis in die 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts gab es in jedem Dorf im Wolfhager Land noch kleine Handwerksbetriebe. Im dörflichen Miteinander waren sie wichtig, ja sogar lebensnotwendig. Ohne Handwerker hätte ein bäuerliches Dorf nicht existieren können.

Eine Mark und 20 Pfennig

Heute ist das Geschichte. Doch Siegfried Triebe erweckt sie zum Leben, wenn er von damals erzählt – zum Beispiel von seiner Lehre als Schmied. Von 1953 bis 1956 erlernte er den Beruf – damals war das Schmiedehandwerk ein harter Broterwerb: 14 Stunden dauerte ein Arbeitstag. Bei seinem Meister war Triebe in Kost und Logie – und bekam im ersten Lehrjahr einen Wochenlohn von einer Mark und zwanzig Pfennigen. Die Heimfahrt am Wochenende kostete damals zwei Mark.

Raus aus der Schmiede, hoch auf die Burg: Am Tag des Denkmals konnten Besucher außerdem die Burgruine am Weidelsberg bei Ippinghausen besichtigen. Die Burg-Besucher erfuhren Wissenswertes über die geschichtliche Bedeutung der Burg – und über den Stand der Sanierungsarbeiten. (zih)

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