Und ewig lockt das Weiß

+
Traumbad: Für diejenigen, die die bisweilen unterkühlte Ausstrahlung von Weiß mit gemütlicheren Farben auflockern wollen, setzen die deutschen Hersteller gerne edles Echtholz oder täuschend echt wirkende Holzdekore als Kontrastfarbe und zugleich Sympathieträger ein.

Ob es wohl an dem allgemeinen Wunsch nach einer unschuldigen, reinen Umwelt liegt? Weiß, schon immer der Deutschen Lieblingsfarbe im Bad, erfährt in diesem Jahr ein weiteres Upgrade und setzt inmitten eher bräunlich changierender Sahara-, Schilf-, Mocca- und Cappuccino-Töne glänzende Akzente.

Das Weiß, mal in Pianolack auf Schränken zu bewundern, mal auf die Rückseite von Glasfronten lackiert oder an Waschplätzen in der geschmeidigen Nuance „Silk“ vertreten, fand sich anlässlich der weltgrößten Sanitärshow „ISH 2011“ überall dort, wo es um die Präsentation der Neuheiten ging.

Holz lockert auf

Für diejenigen, die die bisweilen unterkühlte Ausstrahlung von Weiß mit gemütlicheren Farben auflockern wollen, setzen die deutschen Hersteller gerne edles Echtholz oder täuschend echt wirkende Holzdekore als Kontrastfarbe und zugleich Sympathieträger ein. Das meldet die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) in einem ersten Trendbericht.

Hier geht es zu den Interviews mit den Innungs-Obermeistern

Ob es ein Zurück-zur-Natur-Statement oder einfach die Sehnsucht nach lebendigem Material ist: Es gibt keinen besseren Werkstoff als Holz, um meisterliches Handwerk zu demonstrieren. Das gilt besonders für den leichten, immer wieder neu aufgelegten Landhaus- beziehungsweise Country-Stil. Das trifft aber auch auf opulente Badentwürfe zu, denen sich die Hersteller angesichts der Neuheitenmesse Mitte März in Frankfurt ebenfalls widmeten – in moderner Interpretation und mit der zeitgemäßen Devise, dass „es ruhig wieder ein bisschen mehr sein darf, wenn auch in Maßen“.

Zu diesem Trend passen in Anlehnung an französische Prachtstraßen Seriennamen wie Elysée oder Esplanade. Die entsprechenden Linien lassen das klassische Boudoir wieder auferstehen. Schminktisch-, Kabinettschrank- und Herrenkommode erleben eine goldfarbene Wiedergeburt. Schränke zeigen sich mit Türen, die an klassische Koffer erinnern. Statt Griffen haben sie feine Lederschlaufen, handgenäht und aus echtem Leder.

Das Bad dringt in den Wohnbereich

Es müssen jedoch nicht immer Pianolack, Gold oder Leder sein, um das Bad einem Wohnzimmer gleich zu präsentieren. Dieser Charakter ist ihm laut VDS-Beobachtung längst nicht mehr abzusprechen. Mit Liegen, Sesseln, Kissen und neuem Selbstbewusstsein ausgestattet dringt, das Bad zunehmend in die Wohnbereiche und beansprucht wieder mehr Quadratmeter für sich. (nh)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.