Feilen und Sägen auf Probe

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Sie sind stolz auf ihre Ergebnisse: (von links) Die Schüler Florian Greifelt, Ann-Christin Stolz und Seda Yildirim zeigen Teelichtständer und Solitärspiel.

Von der Schul- an die Werkbank: ein Wechsel, der Ausdauer, Disziplin und Einsatz verlangt. Dass sie diese Eigenschaften mitbringen, bewiesen Schüler der Gesamtschule Battenberg und der Friedrich-Trost-Schule. Zwei Wochen lang lernten die Achtklässler die Berufsfelder Bau, Holz und Metall kennen.

Sie nahmen an dem Programm „BüB“ des Lehrbauhofs Frankenberg und des Berufsförderungswerks für Handwerk und Industrie teil – finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (siehe Hintergrund). „Das Projekt ist so angelegt, dass sich die Schüler orientieren können, bevor es in das Betriebspraktikum geht“, sagt Projektleiterin Birgit Huft. Drei Tage schnupperten sie in jeden Berufszweig – mit handfesten Ergebnissen. Beim Bau schrieben die Schüler ihren Namen in eine Betonplatte, die Metall-Gruppe erstellte einen Klebefilm-Abroller, und bei der Holz-Station werkelten die Schüler unter anderem einen Teelichtständer sowie ein Solitärspiel.

Alles wurde dokumentiert

Birgit Huft ging es bei „BüB“ aber um mehr: Die 14 Schüler lernten nebenbei die grundlegenden Spielregeln des Arbeitslebens. Dazu zählt die Pünktlichkeit. „Die Schüler mussten jeden Tag ein- und ausstempeln. Alles wurde dokumentiert“, sagt die Projektleiterin.

Ganz präzise: Felix Geisler beim Feilen.

Ein weiterer Punkt ist die Zuverlässigkeit. Auch die stimmte. Als am letzten Projekttag der Schulbus mit einer Panne ausfiel, organisierten sich die Schüler ihr Anreise selbst. „Das klappte wirklich sehr gut“, lobte Birgit Huft. Und sie weiß: „Das sind alles soziale Eigenschaften, welche die Schüler in jedem Beruf brauchen.“ Egal, ob sie sich später für das Handwerk entscheiden oder nicht. (Anke Laumann)

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