Felix Köhler beendete nach nur eineinhalb Jahren seine Ausbildung zum Fleischer

Fürs Handwerk geboren

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Wenn‘s um die Wurst geht, haben sie den Durchblick: Felix Köhler (links) zusammen mit Karl-Hermann Spielmann und Markus Spielmann.

Mit dem Prüfungsergebnis „sehr gut“ in Theorie und Praxis hat Felix Köhler (20), Auszubildender bei der Fleischerei Spielmann in Veckerhagen, seine Gesellenprüfung als Fleischer abgeschlossen.

Doch damit nicht genug: Da er die Ausbildung als Abiturient angetreten hat, wurde die Lehrzeit von drei auf zwei Jahre herunter gesetzt. Und weil er bereits bei der Zwischenprüfung mit sehr guten Ergebnissen überzeugte, wurde die Ausbildungszeit um ein weiteres halbes Jahr verkürzt, sodass er das Fleischerhandwerk in nur eineinhalb Jahren lernte.

„Ich bin in das Handwerk hineingeboren“, sagte Felix Köhler. Seine Eltern sind Inhaber von sechs Fleischereifachbetrieben. „Schon als kleines Kind habe ich gerne im Betrieb geholfen, ohne dass mich meine Eltern dazu gezwungen haben.“

Der theoretische Teil der Prüfung fand in der Elisabeth-Knipping-Schule in Kassel statt, der praktische Teil im elterlichen Unternehmen. Im praktischen Teil mussten eine Rinderkeule ausgelöst sowie eine Kasseler Kochwurst, Rouladen und ein Rollbraten hergestellt werden.

„Ich habe das mit meinen Lehrmeistern und mit meinem Vater geübt, denn ich hatte schon den Ehrgeiz, die Prüfung mit einem guten Ergebnis zu schaffen“, erklärte Felix Köhler.

Uwe Köhler, Vater von Felix und Obermeister der Fleischerinnung, sagte, dass er sich schon freue, wenn die Auszubildenden mit gut oder befriedigend abschließen. Deshalb seien er und seine Frau besonders stolz auf ihren Sprössling.

Mindestens genauso stolz sind Felix‘ Ausbilder, die Fleischermeister Markus und Karl-Hermann Spielmann. „Er war zuverlässig, pünktlich und hat Zusammenhänge sehr schnell begriffen“, lobt Karl-Hermann Spielmann.

Da der Betrieb im Besitz einer EU-Zulassung ist, die es erlaubt, selbst zu schlachten, konnte Köhler einiges lernen, wie er selbst sagte. Außerdem sei das Unternehmen wie eine große Familie, in der er sich immer wohl gefühlt habe.

Die Gesellenprüfung ist für Felix Köhler nur eine Zwischenstation. Er wird für einige Zeit in dem Betrieb seiner Eltern arbeiten und anschließend Erfahrungen in anderen Fleischereien sammeln.

Zusätzlich will er eine kaufmännische Ausbildung machen, ehe er sich dann auf den nächsten Schritt vorbereitet: die Meisterprüfung. (von Petra Siebert)

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