Frauen im Handwerk - Christine Arend

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Frauen im Handwerk: Friseurmeisterin Christine Arend (28) aus Immenhausen.

Trendig gefärbt, flippig gestylt, elegant gefönt oder gesteckt – Grundlage jeder Frisur ist ein akkurater Haarschnitt. Im besten Fall kann die Trägerin des Haarschopfes damit sogar Variationen zum Typ gestalten. Christine Arend, Friseurmeisterin aus Immenhausen, ist mit Leib und Seele Friseurin.

„Dieser Beruf ist vielseitig und kreativ, der Umgang mit Menschen macht sehr viel Spaß“, sagt Christine Arend. Außerdem bringe jeder Tag im Salon neue Herausforderungen.

Und die Ausbildung als Friseur biete eine Fülle von Möglichkeiten, sich beruflich weiter zu entwickeln – vom Visagisten bis zur Unternehmensberatung, Theater, Film oder Kosmetikkonzern. Sie selbst habe schon einmal 18 Monate als Fachtrainerin bei einem großen Konzern der Haarpflegeindustrie gearbeitet.

Vorher absolvierte sie während ihrer zweijährigen Lehrzeit im elterlichen Betrieb ein halbes Jahr in einer privaten Friseurschule in Forchheim. Nach dem Ende ihrer Ausbildung im Jahr 2001 ging sie parallel zur Arbeit auf die Meisterschule und sattelte außerdem noch den Betriebswirt des Handwerks drauf. Seit 2004 arbeitet die heute 28-jährige als Meisterin.

Frauen im Handwerk - Christine Arend

Friseurmeisterin Christine Arend (28) aus Immenhausen

Nebenher arbeitet Christine Arend als Vorsitzende des Prüfungsausschusses ihrer Innung Hofgeismar/ Wolfhagen und wirkt in der Fachbereichsleitung „Mode“ mit, dem ihre Mutter Regina Arend als Obermeisterin vorsteht.

Aktuell lernen im Salon Arend Immenhausen drei Azubis ihr Handwerk, darunter auch Dennis Hobein.

Christine Arend legt Wert auf ordentliche Arbeit: „Das Handwerk muss sitzen.“ Schließlich sei dieser Beruf ständigem Trendwechsel unterworfen, Schnitttechnik und Produktanwendung darum sehr ausbildungsintensive Bereiche. Permanente Schulung mithilfe von Kursen und Seminaren ist für alle Friseure ein unbedingtes Muss.

Haarmode, Schnitttechnik und Produktanwendung seien ständigen Trendwechseln und Weiterentwicklungen unterworfen – neben solider Handwerksarbeit gehöre das zum kompletten Repertoire zeitgemäßer Friseurkunst.

„Wer in seinem Handwerk gut arbeitet, hat auch einen sicheren Arbeitsplatz“, sagt Christine Arend. Die These, Friseure würden schlecht bezahlt, könne sie so nicht unterschreiben. „Im Kreis finden sie keine arbeitslosen Friseure, gute Leute werden über Tarif bezahlt.“

Sie selbst möchte aber eigentlich nicht als selbständige Friseurin arbeiten: „Derzeit ist meine Zeit gut ausgefüllt, später würde ich eventuell wieder eine Aufgabe als Fachtrainerin in einem großen Friseur- oder Kosmetikunternehmen übernehmen, da sieht und lernt man sehr viel und kann sich auch persönlich weiterentwickeln.“

„Dauerhaft schönes Haar benötigt sorgfältige Pflege“, sagt Arend. Dafür gibt es sehr gute Pflegeprodukte. Die sollten für eine optimale Wirkung professionell von Fachleuten zusammengestellt und angewendet werden. Das beginne schon beim Aufbau-Shampoo. Kuren für Regeneration und Revitalisation, Conditioner, Festiger und Finish – alles muss individuell auf das Haar abgestimmt sein, erläutert die Fachfrau. Friseure arbeiten mit speziellen Produkten, die es exklusiv nur dort gibt und die keine Alkohole und Polymere enthalten. (pcj)

Steckbrief Christine Arend.pdf

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