Freiraum für das Leben

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Wirtschaftsforum in Willingen: Ernst Kesper (von links), Karl-Heinz Biederbeck, Ulrich Vollbracht, Karl Oppermann, Karl-Heinz Göbel, Ulrich Linser, Thomas Trachte und Thomas Korte im Besucherzentrum.

Freiraum fürs Leben hieß die Veranstaltung des Arbeitskreises Unternehmerfrauen im Handwerk, die auf Einladung der Kasseler Bank im Hotel Touric stattfand.

Vorsitzende Hannelore Volke und Geschäftsführer Karl-Heinz Biederbeck von der Kasseler Bank begrüßten 20 Frauen zu diesem Abend, der sich dem Thema Altersvorsorge widmete.

Die Referentinnen, Frau Hafenrichter und Frau Bateroklu von der R+V Versicherung, demonstrierten, wie wichtig es ist, sich mit diesem Bereich auseinanderzusetzen. Eine durchschnittliche Frauenrente umfasst 534 Euro, während Männer im Vergleich 1021 Euro bekommen. Demgegenüber erklären aber Frauen, dass sie im Ruhestand auf nichts verzichten möchten.

Eine bundesweite Befragung kam zu dem erschreckenden Ergebnis, dass insbesondere Hessinnen ihr Altersvorsorgeproblem verdrängen. Sie halten sich aber andererseits für überdurchschnittlich gut informiert. 29 Prozent zahlen nichts in die private Vorsorge. Ein wissenschaftlich ausgearbeiteter Freiraumcheck hat im bundesweiten Vergleich folgende Ergebnisse gebracht:

82 Prozent der Frauen wollen im Alter nicht zurückstecken, 39 Prozent machen jedoch nichts für die Altersvorsorge. Insgesamt acht Konsumkategorien werden in dem Freiraumcheck festgestellt, zum einen die Grundbedürfnisse wie Miete und Eigenheim, Essen und Trinken, zum zweiten die Lebensart, unter der man Auto und Mobilität, Kosmetik und Mode sowie Freizeit und Fitness fasst.

Die dritte Kategorie wird als Luxus bezeichnet und beinhaltet Ausgaben für Möbel und Technik, Gesundheit und Vitalität sowie Geld und Anlage. In der Auswertung werden fünf verschiedene Typen analysiert.

Als Resultat dieser Befragung lässt sich feststellen, dass immer an den schönen Dingen im Leben gespart wird. Zu den Faktoren, die die Rente nachhaltig bestimmen, gehören: Frauen haben durchschnittlich 23 Prozent weniger Bruttostundenlohn. Frauen arbeiten häufiger Teilzeit statt Vollzeit aufgrund der Kinderbetreuung und zahlen so weniger in die Rente ein. Ein Drittel aller Ehen wird geschieden, was sich auch negativ auf die Altersversorgung auswirkt und letzlich leben Frauen länger als Männer. Rund 550 Euro monatlich beziehen Frauen als Witwenrente.

Frühzeitig beginnen Aus diesen Ergebnissen muss der dringende Rat an Frauen abgeleitet werden, sich um zusätzliche Anlagen zu kümmern und möglichst früh mit einer zusätzlichen Altersversorgung zu beginnen. Empfohlen wurde von den beiden Expertinnen möglichst die Vorsorge mit staatlicher Förderung in Anspruch zu nehmen wie Riester oder Rürup. Der Abend sensibilisierte die Frauen bezüglich der Altersversorgungsproblematik.

Die Frage nach der besten und sichersten Vorsorge bleibt jedoch individuell und auch von den Experten nicht sicher zu beantworten. (nh/uli)

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