Freisprechung:

Aufgaben mit Lust angehen

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Präsente für die zwei Innungsbesten: Kreislehrlingswart Heinz-Peter Brandt (von links), Fleischer-Geselle Jan-Hendrik Simon (Witzenhausen), Heinz Ackermann, Metallbauer-Geselle Christoph Reiß (Sontra) und Kreishandwerksmeister Klaus Funke.

Bad Sooden-Allendorf. Sie mögen ihre beruflichen und privaten Herausforderungen, aber auch die gesellschaftlichen Aufgaben „mit Lust angehen und nicht als Last empfinden“. Mit diesen Worten wandte sich Ingeborg Totzke im Wappensaal des Alten Kurhauses an 40 frisch gebackene Handwerksgesellen, darunter nur eine Frau.

Die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Farbe, Gestaltung, Bautenschutz Hessen war Festrednerin während der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Werra-Meißner und der angeschlossenen Innungen.

In ihrer Festansprache wies Ingeborg Totzke darauf hin, mit mehr als 4,8 Millionen Beschäftigten und 500 000 Auszubildenden in über 130 Lehrberufen sowie einem Jahresumsatz in dreistelliger Milliardenhöhe sei das Handwerk „ein Schwergewicht der deutschen Wirtschaft“. Allein in Hessen gebe es rund 75 000 der bundesweit 975 000 eingetragenen Handwerksbetriebe.

Heute gebe es kaum einen Lebensbereich, in dem auf die Fertigkeiten des Handwerks verzichtet werden könne. Handwerk sei gleichzeitig Tradition und Fortschritt. Es schaffe und verarbeite innovative Produkte und entwickele neue Techniken. Handwerker, betonte die Rednerin, seien kompetente Partner ihrer Kunden, stünden für präzise Arbeit, Qualität und Verlässlichkeit und seien Garanten für Nachhaltigkeit und Fortschritt.

In Vertretung von Bürgermeister Frank Hix wies Stadtrat Gustav Nolte in seinem Grußwort darauf hin, die beruflichen Perspektiven in der Region hätten sich erheblich verbessert. Trendsetter und Weltfirmen seien hier angesiedelt. Und vom früheren Zonenrand sei man „in die Mitte Europas gerückt“. Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann dankte den Ausbildungsbetrieben für ihr Engagement und wünschte den Gesellen einen interessanten und attraktiven Arbeitsplatz „möglichst in unserem Kreis“, ohne deshalb den Blick auf die Weiterbildung zu verlieren.

Für die Handwerkskammer Kassel attestierte Bernd Blumenstein den Gesellen, Zielstrebigkeit und Motivation gezeigt zu haben. Nicht besetzte Ausbildungsplätze, mahnte er, führten zu Fachkräftemangel und schwächten deshalb die Wirtschaft.

Zusammen mit Kreishandwerksmeister Klaus Funke zeichneten abschließend Kreislehrlingswart Heinz-Peter Brandt und Heinz Ackermann im Auftrag des Versorgungswerkes des Nordhessischen Handwerks die Innungsbesten mit Präsenten aus. (zcc)

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