Freisprechung bei der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Kassel

"Wir brauchen Meister, nicht Master"

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Gesellenfreisprechung: Die Innungsbesten Daniel Restel, Nils Opfer und Stephan Tirpitz mit Obermeister Georg Wolf (links) und Christian Vogelei (rechts).

Der Saal im Bürgerhaus Fuldabrück-Bergshausen war gut gefüllt: Zahlreiche Verwandte, Freunde, Lehrer und Ausbilder des Berufsnachwuchses der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Kassel waren der Einladung von Obermeister Georg Wolf gefolgt und bildeten die Kulisse der Gesellenfreisprechungsfeier.

„Insgesamt haben 79 Kfz-Mechatroniker ihre Gesellenprüfung bestanden. 23 Kfz-Mechatroniker habe eine Fortbildung im (FTZ) „Fahrzeugtechnischen Zentrum“ der Kfz-Innung in Kassel-Waldau zum Servicetechniker besucht und ihre Prüfung bestanden“, so der Obermeister in seiner Begrüßungsrede. Er freute sich besonders, dass dieses mal auch einige Gesellen mit dem Schwerpunkt Lkw/Nutzfahrzeuge dabei waren. „Dieser Bereich ist in unserer Innung aufgrund der Marktgegebenheiten natürlich nicht so stark vertreten wie die Pkw-Sparte“, so Georg Wolf. Er rief den Kfz-Nachwuchs dazu auf, „jetzt nicht auf dem Geleisteten stehen zu bleiben“, sondern sich stets weiterzubilden. „Die Anforderungen gerade in unserem Beruf wachsen täglich; das haben Sie bereits in den wenigen Jahren Ihrer Ausbildung bemerkt.“ Der Obermeister bedankte sich noch einmal ausdrücklich bei den Ausbildern in den Betrieben, im Fahrzeugtechnischen Zentrum, den Lehrern in den Berufsschulen und den ehrenamtlichen Mitgliedern in den Prüfungsausschüssen für ihren Einsatz. Die erfolgreichen Teilnehmer der Fortbildung zum Servicetechniker hätten bereits unter Beweis gestellt, dass kontinuierliche Weiterbildung sich lohnt, betonte Wolf.

Ein Stichwort, das Heinrich Gringel, Präsident der Handwerkskammer Kassel, in seiner Festrede gerne aufnahm: „In unserem Kammerbezirk sind rund 2200 Ehrenamtliche für das Handwerk aktiv. Tragen Sie ebenfalls dazu bei, die Bildung, die Sie erhalten haben, wiederum an den Nachwuchs weiterzugeben. Denn jetzt sind auch sie es, die Verantwortung im Betrieb übernehmen müssen.“ Heinrich Gringel betonte, dass er sehr gerne zu Gesellenfreisprechungen gehe, zeige sich doch hier immer wieder, welche Qualität die Ausbildung im Handwerk besitzt. „Nicht immer sind die Reihen so gefüllt wie hier.“ Das zeige, dass die Lust, eine Ausbildung im Kfz-Handwerk zu absolvieren, bei jungen Leuten nach wie vor sehr hoch sei. „Das ist bei anderen Innungen leider nicht immer so.“ Der Handwerkskammerpräsdent bekräftigte, dass sich das Handwerk noch intensiver um interessierte junge Menschen bemühen muss. „Wir brauchen mehr Meister, nicht Master!“

Die Top-Voraussetzungen dafür liefert auch die Kfz-Innung beziehungsweise das Fahrzeugtechnische Zentrum (FTZ) in Kassel, das zurzeit ausgebaut wird. Mit einer kurzen Beschreibung der vielfältigen Schulungsmöglichkeiten, die dem Kfz-Handwerk hier zur Verfügung stehen, leitete FTZ-Chef Jose Alonso dann zur Überreichung der Gesellenbriefe über. Im Anschluss traf man sich zu einem gemeinsamen Buffetessen und zu Gesprächen in lockerer Runde. (nh)

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