Freisprechung der Tischlergesellen: Brüder werden mit Note 1,0 Innungsbeste

„Eine kleine Hackel-Show“

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Frischgebackene Tischlergesellen: (vorne von links) Martin Hackel, Philipp Hackel und Jochen Wagner haben die besten Ergebnisse erzielt bei der Gesellenprüfung. Hier im Bild mit den anderen Absolventen, Lehrern und Ausbildern.

Bei der Freisprechungsfeier der Tischlergesellen in der Hans-Viessmann-Schule erhielten am Freitagabend zwei Brüder besondere Auszeichnungen: Philipp Hackel, der seine Ausbildung bei der Schreinerei Tögel in Frankenberg absolviert hat, wurde Innungssieger im Prüfbezirk Frankenberg.

Sein Bruder Martin Hackel – er hat in der Bad Wildunger Schreinerei Syring gelernt – errang den besten Platz im Wettbewerb „Die gute Form“. Beide schlossen ihre Ausbildung mit der Traumnote 1 ab und wurden damit Innungsbeste. Auf dem dritten Platz der summarisch besten Gesellenprüfung landete Jochen Wagner.

Feier mit 110 Gästen

„Das ist ja eine kleine Hackel-Show hier“, sagte der Leiter der Holzfachschule Bad Wildungen, Michael Bücking, lachend, als er die Präsente an die Innungsbesten vor rund 110 Gästen übergab.

Den zweiten Platz bei „Die gute Form“ belegte Justin Dönges. Eine Belobigung für einen besonders gelungenen Entwurf gab es für Sebastian Horlebein. Außerdem erhielten in der Feierstunde sechs Holzmechaniker und eine Holzbearbeiterin ihr Prüfungszeugnis der Industrie- und Handelskammer (IHK) (siehe Hintergrund).

„Exzellente Aussichten“

„Sie haben Ihre Zukunft auf ein solides Fundament gestellt: auf eine handwerkliche Ausbildung“, betonte der Obermeister der Tischlerinnung, Karl-Martin Füllgraf, in seiner Festrede. Gerade Tischler hätten exzellente Berufsaussichten. Optimistisch äußerte sich auch Carsten Placht von der Hans-Viessmann-Schule, der den Absolventen zurief: „Ergreifen sie die Chancen, die das Leben ihnen bietet – Sie werden viele Chancen haben.“ Angebote gebe es vor Ort. „Sie müssen nicht in die Ferne reisen, um sich weiterzubilden“, betonte der Schulleiter der Hans-Viessmann-Schule.

Für die Stadt Frankenberg gratulierte Willi Naumann zur erfolgreichen Tischlerausbildung. „Übung und Fleiß sind wesentliche Komponenten beim Lernen und auch in der späteren Berufswelt“, hob der Erste Stadtrat hervor.

Eberhard Lamm von der Sparkasse Waldeck-Frankenberg, die den Wettbewerb „Die gute Form“ förderte, sagte: „Sie haben mit der abgeschlossenen Gesellenprüfung eine Basis geschaffen, die richtungsweisend für ihre Zukunft ist.“ Zudem sei es ein guter Zeitpunkt mit Blick auf wirtschaftlichen Aufschwung und fallende Arbeitslosenzahlen. „Fachkräfte werden überall gebraucht“, betonte Lamm.

Musikalisch gratulierte Berufsschullehrer Stefan Kießling der Abschlussklasse Holztechnik mit einer umgetexteten Version des Liedes „Junge“ von den Ärzten.

Sein Kollege Erhard Pauly moderierte die Freisprechungsfeier und gab fachliche Erläuterungen zu den in der Aula verteilten Gesellenstücken, die von einem Wein-Safe über eine Anrichte aus deutschem Nussbaum bis zu einer Gitarrenvitrine reichten. „Diese Tischler sind aus echtem Holz geschnitzt und haben besonderen Leistungswillen gezeigt“, lobte Karl-Martin Füllgraf mit Blick auf die gelungenen Gesellenstücke. (von Susanna Battefeld)

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