Ganz nah am Handwerk

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Eigene Werke aus Handarbeit: Schülerinnen der Klasse R8 d der Louis-Peter-Schule in Korbach zeigen ihre Werkstücke, die beim Projekt BOP in der Holzwerkstatt entstanden sind.

Drei Berufe in zehn Tagen: Schüler der 8. Klasse der Louis-Peter-Schule haben verschiedene Handwerke beim Berufsförderungswerk des Handwerks im Rahmen des Projektes BOP – Vertiefte Berufsorientierung ausprobiert.

BOP hat zum Ziel, Schüler in den Einrichtungen des Berufsförderungswerks des Handwerks auf Berufe und die gezielte Auswahl von Praktika vorzubereiten. Von Sommer 2011 bis Januar 2012 haben bereits 140 Schüler diese Form der Berufsorientierung in Anspruch genommen.

Werkstatttage sind ähnlich strukturiert wie ein Praktikum. Aber die Schüler können an zehn Tagen in drei Berufe und drei Werkstätten schnuppern. Jeweils drei bis vier Tage erarbeiten die Schüler ein Werkstück. Jede der sieben zur Auswahl stehenden Werkstätten hat ein Motto: Im Bereich Holz lautet dies zum Beispiel „Fischreiher“, bei den Friseuren geht es um die „Partnerwelle“ und in der Elektro-Werkstatt wird „Licht im Dunkeln“ geschaffen.

Was genau sich hinter den Mottos verbirgt, erfahren die Schüler an ihrem ersten Tag vor Ort. Einig sind sich die meisten Schüler darüber, dass ihnen die vertiefte Berufsorientierung etwas gebracht hat. So fasst Samantha aus einer Realschulklasse der Louis-Peter-Schule zusammen: „Die zwei Wochen hier waren sehr schön, spannend und lehrreich für mich.“ Und ihre Freundin Anja ergänzt: „Am Anfang dachte ich, dass die zwei Wochen langweilig werden. Doch als ich in die erste Werkstatt kam, fand ich es sehr spannend.“ Auch sie hatte eine tolle Zeit.

Neben den praktischen Arbeiten in den Werkstätten bietet das Projekt BOP – Vertiefte Berufsorientierung auch den Baustein Kompetenzfeststellung im Bereich soziale Kompetenzen an.

Vorbereitung für Praktikum

Das Angebot richtet sich an die Jahrgangsstufe 8 der Allgemeinbildenden Schulen. BOP wird als Vorbereitung auf das Praktikum gesehen, kann aber auch alternativ als erstes Praktikum durchlaufen werden. Die zehn Werkstatttage können im zweiwöchigen Block oder in Form eines Praxistags einmal pro Woche über die Dauer von zehn Wochen umgesetzt werden. Zur Vorbereitung auf die Maßnahme ist es möglich, dass BOP Eltern und Schülern im Rahmen eines Elternabends vorgestellt werden kann. (nh/sdl)

Kontakt für Schulen und Eltern

Interessierte Schulen, die die kostenlosen Leistungen von BOP – Vertiefte Berufsorientierung in Anspruch nehmen möchten, melden sich beim Berufsförderungswerk des Handwerks, Heike Hey, Tel. 05631/ 9596-161.

Das Berufsorientierungsprogramm wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Für Eltern bietet die Kreishandwerkerschaft eine „Elternprobierwerkstatt“ an. Diese soll Eltern eine

Hilfestellung bei der Beratung zur Berufswahl ihrer Kinder bieten. Sie wird vom hessischen Wirtschaftsministerium und aus Geld des europäischen Sozialfonds gefördert. Kontakt: 05631/ 9596-161. (nh)

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