Geburtstagstorte mit drei Einsen

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Auf die nächsten 111 Jahre: Klaus und Verena Nenninger mit Conny Schuck vom Ambulanten Kinderhospizdienst, der mit den Gaben der Empfangsgäste finanziell unterstützt wurde.

Eigentlich war es bloß als Gag gedacht, dass das Café Nenninger sein 111-jähriges Bestehen mit einem Empfang am 11. 11. feierte. Als tags zuvor aber eine Urkunde von der Handwerkskammer eintrudelte, bekam der Termin einen tieferen Sinn:

Exakt 40 Jahre vor dem Schnaps-Datum hatte Konditor Klaus Nenninger seine Meisterprüfung abgelegt, wie ihm auf einmal klar wurde. Aber man muss sich ja nicht alles merken, wenn man Unterstützung von drei Töchtern hat. Die Älteste, Jenna Nenninger, gab den vielen Gästen einen überaus charmant präsentierten Einblick in die facettenreiche Firmenhistorie, die einst von Uropa Siegfried in Wilhelmshöhe begründet wurde.

Zwischen Friedrichs- und Karlsplatz, wo das Traditionshaus seit nun neun Jahren ansässig ist, wird neben Kuchen und Konfekt immer wieder auch Kulturelles geboten – etwa mit den „Kasseler Gesprächen“ der Journalistin Petra Nagel, die moderierend durch den weiteren Abend führte und Auftritte der Sängerin Claudia Riemann, des Rock-und-Blues-Urgesteins Ray Binder und des Operntenors Manfred Bettenhäuser ankündigte. Auch der Bauherr des heutigen Café-Domizils, Bauunternehmer Gerhard Fenge, kam zu Wort und verriet, dass er in puncto Kuchengeschmack für einen guten Frankfurter Kranz alles stehen und liegen lässt.

Unter den gut 30 Nenninger-Mitarbeitern gab es ein Sonderlob für zwei, die dem Haus besonders lange verbunden sind: Chefin Verena Nenninger bedankte sich bei Hochzeitstorten-Spezialist Stephan Roos sowie bei Peter Jäckel, der „schon ganze Wälder von Baumkuchen gebacken“ habe.

Bei früchteverzierten Gebäck-Canapés, die dem Grau des Novemberabends jenseits der Panoramascheiben einen sommerlichen Akzent entgegensetzten, war sich die Gästerunde einig: Wie gut, dass klassische Café-Tradition in Kassel durch Nenningers weiterhin hochgehalten wird und dass es noch Zeitgenossen gibt, die ihren Kaffee nicht im Laufen aus der Styroportasse schlabbern.

Unter den vielen Freunden des Hauses beim Empfang waren Barbara Herrmann-Kirchberg (früher Café Paulus), Handwerkspräsident Heinrich Gringel, Kreishandwerksmeister Bernd-Peter Doose, Friseur-Obermeisterin Alexandra Kaske-Diekmann, Richter Friedhelm Damm vom Landgericht Kassel, Alexis Hepner (Agentur Neue Formen) und Andrea Behrens (Kassel Marketing).

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