Gerhard Scheele: „Teamwork ist gefragt“

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Gerhard Scheele, Obermeister der Metallinnung Waldeck-Frankenberg

Gerhard Scheele, Obermeister der Innung Metall Waldeck-Frankenberg, stand im Interview Rede und Antwort.

Wie hat sich das Handwerk in den letzten Jahren entwickelt?

Gerhard Scheele: Die Metaller sind gut aufgestellt. Mittlere Betriebe agieren in einem Aktionsradius von etwa 100 Kilometern, größere auch bundesweit. Doch auch die vielen kleineren Handwerksbetriebe wie Schlossereien, oft mit zwei bis drei Mitarbeitern, hätten gut zu tun. Geländerbau, Reparaturen und ähnliches gehörten oft zu deren Aufgaben. Es sei gut, wenn die alle erhalten blieben. Bei den Größeren seien meist computergesteuerte Maschinen (CNC) im Einsatz.

Metall-Handwerk - Azubis der Berufsschule Frankenberg

Azubis der Berufsschule in Frankenberg - Metallhandwerk

Viele reden vom Fachkräftemangel – wie sieht es in Ihrer Branche aus?

Gerhard Scheele: Fachkräfte gibt es noch genügend im Metallbereich. Wir müssen aber gut ausbilden. Der demografische Wandel macht sich sicher auch bei uns irgendwann bemerkbar.

Wie stehen Sie zur Ausbildung und wie sind die Chancen für Auszubildende?

Gerhard Scheele: Der Job hat Zukunft. Beinahe jeder, der sich Mühe gibt, wird auch übernommen. Für Abiturienten ist die Ausbildung auch eine gute Grundlage zu einem späteren Studium etwa im Maschinenbau. Auch Hauptschüler mit ausreichenden Deutsch- und Mathematikkenntnissen haben gute Chancen. Man muss aber rechnen können und Zeichnungen lesen können. Gelernt werde unter anderem, wie man einen Computer programmiert, Teamwork ist gefragt, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Der Beruf sei sehr vielfältig. Ganz unterschiedliche Materialien lerne man zu bearbeiten in verschiedenen Verfahren. Da man auch auf Montage müsse, sei es von Vorteil, wenn die Auszubildenden kommunikativ seien. (ztb)

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