90 Gesellen und keine Frau

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Geschafft: 90 junge Gesellen schlossen Ihre Ausbildung mit der Freisprechung erfolgreich ab.

Rund zehn Minuten benötigt der frisch gebackene Zimmerergeselle Roman Kossak um seinen Bart- und Haarschmuck in Form zu bringen. Damit war er in seiner schmucken Zimmermannskluft der „Hingucker“ der Winter-Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Northeim-Einbeck in der Northeimer Stadthalle.

Aber nicht nur auf sein Aussehen legt der junge Mann wert: Mit einer eins sowohl in Theorie als auch in der Praxis erzielte der aus Badenhausen kommende Zimmermann das beste Ergebnis aller Azubis.

Das waren immerhin 101 Lehrlinge aus zehn Innungen. Doch nur 90 Prüflinge erreichten ihr Ziel und bekamen den begehrten Gesellenbrief. „Das ist eine Quote von 89,1 Prozent“ stellte Kreishandwerksmeister Hermann-Josef Hupe in seiner Rede fest.

Ehrung der Besten

Er zeichnete darüber hinaus folgende Innungsbeste aus: den Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik Simon Döhne aus Nörten-Hardenberg (Ausbildungsbetrieb Matthias Klein Nörten-Hardenberg), den Maler und Lackierer der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung, Ulrich Benjamin Hundertmark aus Rosdorf (Fa. Dieter Mikat Einbeck), den Metallbauer Fachrichtung Konstruktionstechnik Sven Werner aus Einbeck (Fa. Hoppert Einbeck) sowie den Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Lars Grötzner aus Einbeck (Fa. Adam+Grötzner Einbeck).

Unter den 90 neuen Handwerksgesellen befand sich nicht eine einzige Frau.

Der Präsident der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen, Jürgen Herbst, und die neue Geschäftsführerin der Kammer, Ina-Maria Heidmann, sagten am Rande der Freisprechung, das Handwerk müsse angesichts des demografischen Wandels unbedingt verstärkt um Nachwuchs werben.

Berufschancen hervorragend

Die Berufschancen seien hervorragend. Viele Betriebe suchten Nachfolger, hätten aber arge Probleme, welche zu finden. „Handwerk ist sexy“ - Unter diesem Motto lege die Kammer deshalb jetzt eine neue Werbekampagne auf.

Der Handwerksbeauftragte der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) für Südniedersachsen, Sascha Eden, warb in seiner Festrede für eine positive Lebens- und Arbeitseinstellung. „Die Welt um uns herum, können wir am besten dann verändern, wenn wir bei uns selbst anfangen.“ (zhp)

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