Die gute Form 2013

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1. Preis – tolle Idee und beste Verarbeitung: Jan Henning Bandulewitz, Ausbildungsbetrieb Taxus Holzwerkstatt in Kaufungen, mit seinem Gesellenstück, ein Schreibtisch in Eiche mit Linoleum. Er überzeugte die Jury durch Klarheit und Schlichtheit.

In diesem Jahr war die Auswahl der eingereichten Stücke auf circa dreißig reduziert, da es ein kleiner Gesellen-Jahrgang war.

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Die Jury „Gute Form“ hatte das Vergnügen zu beobachten, dass die Qualität der Stücke im Verhältnis zur Menge auf einem durchgehend hohen Niveau war. Und es ist deutlich geworden: Hier sind angehende Gesellen am Werk gewesen, die Gestalter werden und Schreiner sein wollen.

1. Preis

So erhielt Jan Henning Bandulewitz, der in der Taxus Holzwerkstatt in Kaufungen seine Ausbildung absolviert hat, für sein Gesellenstück den diesjährigen ersten Preis der „Guten Form“ im Tischler- und Schreinerhandwerk. Sein Gesellenstück, ein Schreibtisch in Eiche mit Linoleum, überzeugte die Jury durch seine Klarheit und Schlichtheit: Ein mit Linoleum bezogener Tischplattenkorpus ruht in einem Holzrahmen-Gestell. Die ergonomische Finesse besteht in zwei seitlichen Schubladen, die im offenen Zustand den Benutzer nicht stören. Der Gestell-Rahmen wurde dafür so weit verlängert, dass der Platz für eine offene Schublade „reserviert“ ist. Wie in der Musik, macht hier die Pause den Rhythmus aus. Die gewählte Form definiert in hohem Maße den verbleibenden Raum. Die dezente, zurückgenommene Farbgebung unterstützt dieses Anliegen. Insgesamt ist das Gesellenstück von Jan Henning Bandulewitz ein Möbel mit eigener Idee, ausgeprägtem Charakter, einer besonders individuellen Note und sehr guter Verarbeitung, das den ersten Preis der „Guten Form“ im Tischler- und Schreinerhandwerk verdient. „Ein Schreibtisch, wie man ihn sich nicht praktischer und ästhetischer vorstellen kann“, lobt die Jury den Erstplatzierten. Auch die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen. Und da die Verarbeitung keine Wünsche offen lässt, ist es ein Möbelstück, an dem jeder Besitzer lange Freude haben wird. So verleiht die Jury dem Gesellenstück von Jan Henning Bandulewitz als ein sehr stimmiges Gesellenstück den 1. Preis der „Guten Form“. „Ein geeignetes Gesellenstück, das zeitlos und vererbbar ist“, lautet das Fazit der Jury.

2. Preis

Der zweite Preis der „Guten Form 2012“ ging an Florian Biesel. Er hat das Tischlerhandwerk in den Möbelwerkstätten Baum & Söhne in Kassel erlernt. Für die Fertigung des Lowboards hat Florian Biesel neben Esche und Linoleum auch den Werkstoff Beton verwendet. So wird das Thema „Tragen und Lasten“ hier zum dekorativen Motiv des Lowboards. Sogar die Proportionen und das Fugenbild weisen – in Anlehnung an den ungewöhnlichen Werkstoff Beton – auch architektonische Qualitäten auf. Die Verwendung von Beton gibt diesem ausgefallenen Lowboard ein sehr modernes und zeitgemäßes Topping. Optisch halten zwei Beton-Winkel eine Platte, die mit macchiatto-farbenem Linoleum belegt ist. Darin befindet sich der Esche-Korpus mit überstehenden Fronten als Griffmöglichkeiten.

Die drei Materialien Linoleum, Beton und Esche sind durch dezente Fugen klar getrennt und virtuos verarbeitet worden. An diesem ebenfalls hervorragend gefertigten Möbelstück schätze die Jury besonders die Zeitlosigkeit des Entwurfs und sagt: „Dieses Low-board ist ein Möbel, das man lange gerne anschaut- ein zweiter Preis.“ (von Hendrike Racky)

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