Gute Perspektiven für Brauer und Mälzer

Die Mischung muss stimmen

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Brauer und Mälzer: Das perfekte Mischungsverhältnis der Zutaten nach individuellem Rezept und der Brauprozess sind für das Ergebnis des Brauens entscheidend.

Die über 1.300 deutschen Brauereien produzieren pro Jahr rund 100 Millionen Hektoliter Bier. Der weitaus größte Teil davon wird zwar hierzulande abgesetzt, aber auch im Ausland weiß man deutsches Bier zu schätzen:

Nach Angaben des Deutschen Brauer-Bundes (DBB) werden über 15 Millionen Hektoliter pro Jahr in mehr als 150 Länder der Welt exportiert. Dass die etwa 5000 Biersorten, die in Deutschland produziert werden, so unterschiedlich schmecken, liegt vor allem am Fingerspitzengefühl der Brauer und Mälzer.

"Es geht beim Bierbrauen nicht nur darum, die vorhandenen Zutaten zusammenzuführen", erklärt Ulrich Biene von einer führenden deutschen Brauerei. Die perfekt abgestimmten Zutaten nach individuellem Rezept und der Brauprozess seien für das Ergebnis ebenso entscheidend. Heute stehe den Brauern und Mälzern für das jahrhundertealte Handwerk des Bierbrauens modernste Technologie zur Verfügung. Vielseitige Fähigkeiten seien also gefragt, um die beliebte Ausbildung zum Brauer und Mälzer erfolgreich absolvieren zu können. "Biologische und chemische Kenntnisse sind dabei ebenso wichtig wie technische und physikalische", so Biene.

Azubis lernen das Handwerk von der Pike auf

Die Azubis durchlaufen in der Brauerei während der Ausbildung alle Produktionsschritte und lernen so den traditionellen Brauvorgang von der Pike auf. Gleich ihre erste Station führt sie ins Sudhaus. "Mit dem Spindeln der Würze überprüfen die Azubis den Extraktgehalt", erklärt Ulrich Biene. Die strenge Kontrolle jedes einzelnen Produktionsschrittes sei im Sudhaus ebenso entscheidend wie im Gär- und Lagerkeller und danach im Filter- sowie im Drucktankkeller. Als letzter Teil der praktischen Ausbildung steht das Brauereilabor auf dem Plan. Einen Monat lang lernen die Azubis auch eine Mälzerei kennen und erleben, wie aus Gerste das Braumalz entsteht - schließlich heißt der Beruf Brauer und Mälzer.

Viele Möglichkeiten zur Weiterbildung

An der Berufsschule erwerben die Nachwuchsbrauer ihr theoretisches Hintergrundwissen rund um die Bierherstellung. Das Gären, Reifen, Lagern und Filtrieren steht ebenso auf dem Stundenplan wie das Warten, Steuern und Regeln der Maschinen sowie Hygiene und Umweltschutz. Nach der Ausbildung zum Brauer und Mälzer gibt es viele Möglichkeiten der Weiterbildung. "Denkbar ist eine Karriere zum Braumeister, Brautechniker, Diplom-Braumeister und Master", erläutert Ulrich Biene. (djd/pt)

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