Handwerk bildet Ersthelfer aus

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Mit Freude bei der Sache: Handwerker absolvieren Grund- und Auffrischungskurse für Ersthelfer. Rechts im Bild: Stefan Nolte vom Deutschen Roten Kreuz.

Fast 150 Handwerksbetriebe aus Waldeck-Frankenberg beteiligen sich derzeit an Grund- und Auffrischungskursen zur Ersthelfer-Ausbildung. Die Kreishandwerkerschaft bietet diese an. Verantwortlicher Referent ist Stefan Nolte vom Deutschen Roten Kreuz (DRK).

Gerhard Brühl, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, hob beim Auftakt der Schulungsangebote die Bedeutung der Kurse hervor: In Deutschlands Gewerbebetrieben ereigneten sich durchschnittlich zwei Unfälle pro Minute. „Daher ist es für unsere Innungs-Betriebe und deren Mitarbeiter natürlich unerlässlich, geschulte und auf Notfälle vorbereitete Kollegen in ihren Reihen zu wissen.“

Aus diesem Grund habe sich die Kreishandwerkerschaft als verantwortliche Dachorganisation aller Innungs-Handwerksbetriebe in Waldeck-Frankenberg schon vor längerer Zeit dazu entschlossen, Kurse anzubieten: „Wir haben zum Beispiel bereits in der Vergangenheit Ersthelfer-Grundausbildungen gemacht.“ Die damaligen Teilnehmer sollen nun an den Kursen zur Auffrischung der Kenntnisse teilnehmen.

Die Nutzung derartiger Angebote sei nicht nur aus praktischen Erwägungen unerlässlich für die Waldeck-Frankenberger Handwerksbetriebe, sagte Silke Nagel, Abteilungsleiterin bei der Kreishandwerkerschaft. „Der Gesetzgeber verpflichtet unsere Mitgliedsbetriebe, Ersthelfer auszubilden und zu beschäftigen.“ Rechtsgrundlagen für die Anzahl der Ersthelfer seien der Paragraph 10 des Arbeitsschutzgesetzes und der Paragraph 25 der Berufsgenossenschaftlichen Vorschrift für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. In Betrieben mit bis zu 20 Beschäftigten müsse daher grundsätzlich mindestens ein ausgebildeter Ersthelfer beschäftigt sein, erklärte Silke Nagel.

Soziale Verantwortung

Umso erfreulicher sei daher die große Beteiligung der Betriebe, sagte Brühl: „Wenn sich so viele Betriebe beteiligen, folgen diese nicht nur gesetzlichen Bestimmungen, sondern auch ihrer Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitern.“ Hinzu komme, dass die Ersthelfer ihr Wissen nicht nur bei Unfällen in Betrieben, sondern auch außerhalb einsetzen können. Das Handwerk habe eine soziale Verantwortung und werde dieser gerecht. Auch wegen der großen Nachfrage würden bald weitere Grund- und Auffrischungskurse angeboten. (nh/sdl)

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