Handwerk braucht Fachkräfte

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Engagieren sich für das Handwerk in Stadt und Landkreis Göttingen: Von links die Vorstandsmitglieder Jürgen Goralczyk, Christian Frölich, Ansgar Nachtwey, Geschäftsführer Andreas Gliem, Katja Thiele-Hann, Astrid Rehmet, Axel Müller, Harald Wegener, Hans Starosta und Assessor Christoph Sachse.

Kreishandwerksmeisterin Katja Thiele-Hann rief die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung auf, sich anzustrengen, um junge Menschen für eine Handwerkslehre zu begeistern.

Die Kreishandwerkerschaft unterstütze das Coaching-Projekt nach dem Mündener Modell sowie das von der Volkshochschule Göttingen ins Leben gerufene Vorhaben „Job-Challenge“ und ähnliche Initiativen, um auch lernschwächere junge Leute fit zu machen für eine Handwerksausbildung.

Katja Thiele-Hann, Geschäftsführerin der Feinbäckerei Thiele in Göttingen, wurde bei der Versammlung als Vorsitzende der Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen wiedergewählt.

Als stellvertretende Kreishandwerksmeister wiedergewählt wurden Nikolaus Daume (Duderstadt), Norbert Dunemann (Rosdorf) und Harald Wegener (Wiershausen). Weitere Vorstandsmitglieder sind Astrid Rehmet (Göttingen), Axel Müller (Göttingen), Jürgen Goralczyk (Göttingen), Ansgar Nachtwey (Gieboldehausen), Christian Frölich (Rosdorf). Zu Kassenprüfern wählten die Mitglieder Hans Starosta (Göttingen), Manuela Härtelt-Dören (Göttingen) und Wolfgang Regenhardt (Seulingen).

Als Schwerpunkte ihrer ersten dreijährigen Amtszeit nannte Thiele-Hann die Kampagnen „Schwarzarbeit hinterlässt Spuren...“, „Steuern sparen mit Ihrem Handwerker“ sowie „Vorfahrt fürs Handwerk“. Auch habe die Handwerkerschaft die Dienstleistungsangebote für die angeschlossenen Betriebe stetig ausgebaut. Unter anderem habe man mit Genehmigung des Landgerichts Göttingen eine eigene Inkassostelle eingerichtet und verschiedene Rahmenabkommen zu Gunsten der Handwerker abgeschlossen oder verlängert.

Sachse neu im Team

Im hauptamtlichen Team der Kreishandwerkerschaft gibt es eine neue Kraft. Als Nachfolger für Syndikus Ingo Scheide, der sich beruflich verändert hat, stellte sich Assessor Christoph Sachse der Versammlung vor. Der Jurist ist 30 Jahre alt, verheiratet, Vater zweier Kinder, und wohnt in Rosdorf. Er wird am 1. Juni seine Tätigkeit beginnen. Der ehemalige, langjährige stellvertretende Kreishandwerksmeister, Buchbindermeister Hans-Jürgen Lutterbach (Göttingen), wurde vom Präsidenten der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen, Jürgen Herbst, mit dem Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet.

Außer über Fachkräftemangel diskutierten die Handwerker über die Kreisfusion sowie über die Berufsschulstandorte. In der Diskussion über die kommunale Gebietsreform wolle die Kreishandwerkerschaft derzeit noch nicht Position beziehen, sagte Geschäftsführer Andreas Gliem. Soweit allein defizitäre kommunale Haushalte zu einer noch größeren Schuldenlast zusammengefasst und Vorteile für den Landkreis Göttingen nicht erkennbar würden, ergäben Kreisfusionen keinen Sinne, so Gliem. Sobald das für Herbst angekündigte Hesse-Gutachten vorliege und die prognostizierten Verbesserungen durch eine Kreisfusion klar ablesbar seien, werde die Kreishandwerkerschaft sich ein Urteil bilden.

Berufsschulen

Beim Thema Berufsschulstandorte sei die Handwerkerschaft zufrieden, dass der Schulträger nicht wie befürchtet, wahllos Ausbildungsberufe an andere Schulstandorte verteilt hat. Es sei sinnvoll, wie geplant, in Ruhe Vorschläge zu erarbeiten, die die mehrheitlichen Interessen der Handwerksbetriebe berücksichtigten, sagte Gliem. (kri)

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