Das Handwerk bringt den Ball ins Rollen

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Fußball-EM: Ohne das Handwerk wäre eine Fernsehübertragung nicht möglich.

Jubelnde Fans, Freudentränen und Gänsehautmomente – wenn am 8. Juni in Warschau die Fußball-Europameisterschaft 2012 beginnt, richten sich wieder alle Blicke auf „die schönste Nebensache der Welt“. Das Handwerk sorgt dafür, dass aus dem Turnier ein wahres Fußballfest für Spieler und Zuschauer wird.

Hinter den Kulissen laufen zahlreiche Hand-werker zur Hochform auf, um den Fans sowohl im Stadion als auch vor den heimischen Bildschirmen das fußballerische Highlight dieses Som-mers zu präsentieren.

Das Runde muss ins Eckige – das ist auch zur diesjährigen Fußball-EM wieder das erklärte Ziel aller Mannschaften. Dazu werden sie von ihren Fans gefeiert und unterstützt. Doch ohne das Handwerk würden vermutlich alle Jubelschreie verstummen: Egal, ob auf den Tribünen der imposanten Fußballstadien in Polen und der Ukraine oder auf den Fanmeilen in Deutschland, die wieder tausende Fußballbegeisterte zu Public-Viewing Veranstaltungen locken werden – ohne das Handwerk geht es einfach nicht. So garantieren unter anderem Informationselektroniker mit ihrem Fachwissen für Fernseh- und Übertragungstechnik, dass niemand vor dem Bildschirm ein Tor verpassen muss, während Betonbauer, Maurer, Fliesenleger, Metallbauer, Elektroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und viele weitere Handwerker Sicherheit und Komfort in den modernen EM-Stadien garantieren.

Eine starke Mannschaft für das Stadion in Breslau

Eines der neuen Stadien zur Europameisterschaft wurde im polnischen Breslau gebaut. Knapp 43.000 Zuschauer finden auf den Tribünen und in den Logen Platz. Dort können Sie sich nicht nur von den Spielen begeistern lassen, sondern auch von den Leistungen des Handwerks. Fertiggestellt wurde das 39 Meter hohe Stadion mit der tatkräftigen Unterstützung zahlreicher deutscher Handwerker. Jens Stark vom Bauunternehmen Max Bögl aus dem fränkischen Sengenthal war als Projektleiter des Unternehmens vor Ort, um die einzelnen Schritte des Stadionbaus zu koordinieren. „Da wir einige Elemente, wie etwa die Tribünenstufen oder das Stahldach in unserem Unternehmen in Deutschland produziert haben, mussten wir den Transport und die Montage vor Ort genauestens planen – die Logistik hat hier fantastisch funktioniert“, erklärt Stark. Handwerker aus insgesamt 15 Nationen arbeiteten unter der Leitung des deutschen Bauunternehmens Hand in Hand, um das Stadion rechtzeitig für Fußballbegeisterte aus aller Welt fertigzustellen. Vom Beton- über den Trockenbauer bis hin zum Elektroniker und Fliesenleger haben unzählige Handwerker dafür gesorgt, dass das Stadion auf dem neusten Stand der Technik ist und in seiner transparent weißen Hülle auch optisch einen guten Auftritt hinlegt. Egal, welche Mannschaft am Ende die Fußballarena als Sieger verlassen wird, für die beteiligten Handwerker aus Deutschland war das Projekt in Polen in jedem Fall ein herausragendes Ereignis. „Das deutsche Handwerk“, sagt Stark, „ist im Ausland hoch angesehen, denn es steht für Qualität und Genauigkeit.“

Das Handwerk schafft flimmerfreies TV-Vergnügen

Genauigkeit ist auch für störungsfreie Live-Übertragungen eine wichtige Voraussetzung, wissen die Handwerker von BFE Studio und Medien Systeme in Mainz. BFE produziert nicht nur die Infrastruktur, die ein Fernseh- oder Hörfunkstudio benötigt, sondern war auch schon bei zahlreichen sportlichen Großveranstaltungen wie der Fußball-WM 2006 oder der EM 2008 vom Pressemonitor auf den Medientribünen bis zur Verkabelung der Kameras im Stadion für die Übertragungsinfrastruktur verantwortlich. „Eine nicht zu unterschätzende Herausforderung bei solch gigantischen Events ist die absolute Termintreue bei der Projektumsetzung“, sagt Jürgen Loos, Vertriebsdirektor bei BFE. „Ein Großereignis wie eine Fußball-Welt- oder Europameisterschaft wird nicht verschoben, nur weil die Verkabelung im Stadion oder das Pressezentrum nicht fertig sind.“ Aus diesem Grund arbeiten unter anderem Informationstechniker Hand in Hand mit Schreinern und Mechanikern, um den punktgenauen Einsatz der Übertragungstechnik sicherzustellen. Seit neben dem Fernseher auch Computer und Mobiltelefone als Empfangsgeräte dienen, ist das Handwerk zusätzlich gefordert. Die einzelnen Bild- und Tonsignale müssen, je nach Medium, unterschiedlich aufbereitet und verarbeitet werden. Letztendlich muss die Übertragungstechnik, egal für welches Gerät, reibungslos funktionieren und parallel laufen können. Dafür bietet BFE Studio und Medien Systeme ganzheitliche Lösungen: „Wir planen und realisieren schlüsselfertige Gesamtprojekte. Das umfasst auch den Bau von Sondermöbeln für die Pressezentren und Spezialanfertigungen für mobile Studios“, erläutert Loos. So können Fußballfans auch außerhalb der Stadien begeistert mitfiebern und die Spiele in bestechender Bild- und Tonqualität verfolgen. (www.handwerk.de)

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