Handwerk mit Bürgernähe

+
Nachfolge ist geregelt: Bezirks-Schornsteinfegermeister Werner Hermenau (rechts), Herr über mehr als 4 000 Schornsteine im Frankenberger Raum, hat nach fast 50 Jahren im Handwerk seinen Kehrbezirk 14 an seinen Rosenthaler Kollegen Heinrich Balzer übergeben.

Nach fast 50-jähriger Tätigkeit im Handwerk ist Bezirks-Schornsteinfegermeister Werner Hermenau (Schreufa) in den Ruhestand gegangen.

Seine Nachfolge im Kehrbezirk 14 tritt der Rosenthaler Berufskollege Heinrich Balzer an, der während seiner Ausbildungszeit bei Wilfried Sagel ab 1977 und in den Jahren bis zur Meisterprüfung 1984 bereits viele seiner heutigen Kunden kennen gelernt hat.

Zum Kehrbezirk 14 gehören Teile von Frankenberg, Ederbringhausen, Orke, Geismar, Ellershausen, Schreufa, Viermünden und Louisendorf, insgesamt 2600 Gebäude mit mehr als 4000 Schornsteinen.

Lesen Sie auch:

Die "Steiger" waren gefürchtet

In einer Feierstunde im Kreis von Handwerkskollegen und Vertretern des Landkreises Waldeck-Frankenberg in Herzhausen wurde die große Zuverlässigkeit und Bürgernähe von Bezirksschornsteinfeger Werner Hermenau gewürdigt.

Besondere Stellung

Dabei erläuterte Erster Beigeordneter Jens Deutschendorf noch einmal die besondere Stellung der Schornsteinfeger, die als privatrechtliche Unternehmer in den ihnen anvertrauten Kehrbezirken auch hoheitliche Aufgaben für den Staat zu erfüllen hätten. Dazu zählten neben dem Reinigen der Kamine auch vorbeugende Brandschutzmaßnahmen im Zuge der „Feuerstättenschau“ oder die Messungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, die trotz der Neuordnung des Schornsteinsfegerwesens auch künftig zu leisten seien.

Kreisobmann Jürgen Tripp (Wrexen), Beigeordneter Deutschendorf und Erster Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbeck sprachen Werner Hermenau sowie Bezirksschornsteinfeger Heinrich Seibert (Herzhausen), der gemeinsam mit ihm in den Ruhestand trat, Dank für ihr fachliches Engagement im Landkreis Waldeck-Frankenberg aus. Im selben Jahr wie Hermenau in Frankenberg hatte Seibert 1962 seine Lehre im Schornsteinfegerhandwerk in Herzhausen begonnen.

Die Nachfolge in Heinrich Seiberts Kehrbezirk 11 (Altenlotheim, Vöhl, Ense, Lichtenfels, Oberwerbe) ist noch nicht geregelt, sondern wird, wie in Herzhausen aus dem Regierungspräsidium mitgeteilt wurde, bis Mitte Februar erfolgen. (Karl-Hermann Völker)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.