Handwerk fordert mehr Investitionen

Nachdem die Konjunkturprogramme von Bund und Land ausgelaufen sind, muss die Politik nach Ansicht des örtlichen Handwerks weiter finanzielle Anreize zur Unterstützung des Baugewerbes setzen.

Das machten Vertreter des Handwerks Hans-Joachim Otto, dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, deutlich, als dieser das Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft in Korbach besuchte. Beherrschendes Thema des Besuchs war der auch in Waldeck-Frankenberg bereits spürbare Fachkräftemangel, teilt die Kreishandwerkerschaft mit. So sei der Fachkräftebedarf der Handwerksbetriebe durch den heimischen Arbeitsmarkt bei weitem nicht abgedeckt, erklärte Kreishandwerksmeister Karl-Heinz Göbel dem Staatssekretär. Eine besondere Bedeutung habe daher frühzeitige beruflichen Orientierung der Schüler. Göbel: „Schulen und Betriebe müssen eng zusammenarbeiten, damit vor allem Schüler der Abschluss- und Vorabschlussklassen an Haupt- und Realschulen frühzeitig optimal auf die Herausforderungen einer Berufsausbildung vorbereitet werden.“

Handwerk fordert Schulamt in Fritzlar

Die Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg reagiert mit Unverständnis auf die möglicherweise bevorstehende Schließung des Staatlichen Schulamts in Fritzlar. Kreishandwerksmeister Karl-Heinz Göbel unterstreicht die Bedeutung des Staatlichen Schulamts für Waldeck-Frankenberg: „Es betreut mit den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder eine Fläche, die so groß ist wie das Saarland, und ist auch für das Handwerk ein wichtiger Ansprechpartner, zum Beispiel bei gemeinsamen Projekten zur Berufsorientierung. Dabei ist vor allem die regionale Nähe eine wichtige Stärke des Schulamtes und seiner Mitarbeiter.“ Eine anonyme Behörde in Kassel wäre kaum in der Lage, ihre wichtigen Aufgaben vor Ort angemessen zu erfüllen. (nh/emr)

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