Handwerk geht neue Wege in der Nachwuchsarbeit

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Aktuelles Motiv: Die Nachwuchskampagne des Handwerks ist in Hessen angelaufen.

„Facebook“, „YouTube“ & Co. – das hessische Handwerk bedient sich modernster Kommunikations-wege, um junge Menschen dort zu erreichen, wo sie sich besonders gerne aufhalten: im Internet.

Die Auftaktveranstaltung der Nachwuchskampagne des hessischen Handwerks in der Handwerkskammer Wiesbaden zeigt: Das Handwerk lässt sich etwas einfallen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Auf angesagten Kommunikationswegen dem Fachkräftemangel zu begegnen und den potenziellen Nachwuchs besser zu erreichen, findet auch Hessens Integrationsminister und stellvertretender Ministerpräsident richtig: „Unsere mittelständische Wirtschaft präsentiert sich mit dieser Kampagne so wie sie ist, nämlich technologiefreundlich, offen und als Arbeitsplatzgarant in Hessen. Die Wirtschaft befindet sich zurzeit wieder im Aufschwung. Der drohende Fachkräftemangel zeigt sich dabei unmittelbar. Es kommt jetzt darauf an, die Potentiale vor Ort zu heben“, so Jörg-Uwe Hahn. Der Integrationsminister rief bei dieser Gelegenheit auch dazu auf, mit den zahlreichen Projekten im Integrationsbereich zusammenzuarbeiten. „Zahlreiche Projekte suchen noch Partner in der Wirtschaft. Ausbildungsplätze sind Integrationsmotoren.“

Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern (ARGE), Bernd Ehinger, betont in seiner Eröffnungsrede: „Was wäre das Handwerk ohne motivierte und talentierte junge Menschen? Über 70.000 hessische Handwerksbetriebe als die „Wirtschaftsmacht von nebenan“ sind der Ausbildungsmotor der mittelständischen Wirtschaft. Gerade in schwierigen Zeiten krempeln viele Betriebe die Ärmel hoch und bilden deutlich über den eigenen Bedarf aus. Bedauerlich ist allerdings auch, dass die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen zunimmt. Deshalb müssen wir junge Menschen für die Handwerksberufe interessieren, und müssen dahin gehen, wo sie zu Hause sind – ins Internet.“

Zentraler Bestandteil der Kampagne, die von der ARGE ins Leben gerufen wurde und mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt wird, ist auch ein eigener Auftritt im sozialen Netzwerk „Facebook“ unter dem Titel „Handwerk in Hessen – Deine Zukunft“. In einem Videowettbewerb unter der Fragestellung „Und was wirst Du?“ stellt der zukünftige Handwerksnachwuchs in kurzen Filmen dar, wie er sich die Ausbildung oder den Traumberuf im Handwerk vorstellt. Regisseure und Schauspieler sind dabei die jungen Leute selbst. Wie so etwas aussehen kann, wird bei der Auftaktveranstaltung exemplarisch von Schülerinnen und Schülern der Hessenwaldschule Weiterstadt vorgeführt. Die Filme, die in den kommenden Monaten im Rahmen der Kampagne entstehen, werden auf der Internetplattform „YouTube“ eingestellt und können bewertet werden. Den Filmemachern der fünf besten Filme winken attraktive Preise. „Wir beweisen mit dieser Kampagne, dass das Handwerk sich nicht scheut, bei der Nachwuchsgewinnung neue Wege zu beschreiten“, stellt der Geschäftsführer der ARGE, Harald Brandes, in der anschließenden Podiumsdiskussion fest.

Die Kampagne lehnt sich an die bundesweite Imagekampagne des Handwerks (www.handwerk.de) an und richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die mit ihren Eltern und Lehrern vor der Entscheidung über ihren Ausbildungs- und Berufsweg stehen sowie an Handwerksbetriebe, die sich frühzeitig um ihren betrieblichen Nachwuchs kümmern wollen. (nh)

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