Das Handwerk macht erneuerbare Energien nutzbar

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Solarthermie und Photovoltaik können den Energiehaushalt eines Gebäudes wesentlich verbessern: Die Handwerksbetriebe haben das längst erkannt und setzen für die Kunden individuelle Lösungen um

Fossile Rohstoffe schonen, die Luftverschmutzung eindämmen, nachhaltig die Umwelt schützen – ohne die intensive Nutzung erneuerbarer Energien sind diese ökologischen Herausforderungen kaum zu bewältigen. Dabei werden die Weichen für eine nachhaltige Zukunft wesentlich durch das Handwerk gestellt.

Vom Anlagenmechaniker bis zum Metallbauer garantieren viele Handwerker, dass die Energiewende nicht nur auf dem Papier vollzogen wird. Sie erst ermöglichen die Nutzung erneuerbarer Energien und beweisen damit: Das Handwerk ist im wahrsten Sinne des Wortes der „offizielle Ausrüster der Energiewende“.

Im Jahr 2011 lag der Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch in Deutschland bei 12,2 Prozent. Und er wird im Zuge der Energiewende deutlich steigen. Dazu bedarf es neben kontinuierlicher Forschung und Entwicklung in wissenschaftlichen Laboren vor allem auch der Expertise des Handwerks. Anlagenmechaniker, Elektroniker, Heizungsbauer, Metallbauer und viele weitere Handwerker garantieren, dass immer mehr Menschen auf die umweltgerechte Nutzung erneuerbarer Energien vertrauen können.

In schwindelerregender Höhe

Ganz auf die Kraft des Windes spezialisiert sind die Handwerker von REETEC. „Wir arbeiten mit Partnern in Portugal, Spanien und Frankreich zusammen und haben dadurch schon fast in ganz Europa Windkraftanlagen installiert“, erklärt Detlef Lindenau, Geschäftsführer des Unternehmens. Neben Elektronikern und Mechanikern, die die über 100 Tonnen wiegenden Giganten aufstellen und an das Stromnetz anschließen, sind auch handwerkliche Bootsbauer gefragt. Denn sie sind echte Experten im Umgang mit Kunst- und Faserverbundstoffen, aus denen die meisten Rotorblätter der Windkraftanlagen bestehen. „Da die Rotorblätter sehr sensibel und permanent der Witterung ausgesetzt sind, brauchen wir das Know-how und die Materialkenntnis von Bootsbauern für regelmäßige Reparaturen“, ergänzt Lindenau und erklärt, dass handwerkliche Bootsbauer auf diese Weise zur Nutzung umweltfreundlicher Technologien in ganz Europa beitragen.

Energie aus Erde, Luft und Wasser

Der Handwerksbetrieb Elektro Rebholz in Augsburg gehört zu den Pionieren auf dem Gebiet der Wärmepumpen. Bereits in den 1970er Jahren zählte der Betrieb zu den Ersten, die solche damals noch neuartigen „Energiewunder“ angeboten haben. „Heute installieren wir rund 20 Anlagen im Jahr“, erklärt Konrad Rebholz, der Chef des Unternehmens. „In den entsprechenden Haushalten sinkt der Verbrauch an fossilen Energien um durchschnittlich 75 Prozent. Dadurch wird natürlich auch der CO2-Ausstoß verringert.“ Dabei eignen sich Wärmepumpen für nahezu jedes Gebäude, denn sie sind sehr flexibel und können an die individuellen Anforderungen und die äußeren Bedingungen angepasst werden. So können Wärmepumpen Energie aus verschiedensten Quellen ziehen: Wasser, Luft und Erdreich. Diese werden so verdichtet, dass sie jedes Haus mit angenehmen Temperaturen versorgen können. „Wärmepumpen unterstützen das nachhaltige Wirtschaften mit unseren natürlichen Ressourcen. Deshalb sind sie für unsere Zukunft unerlässlich“, ergänzt Konrad Rebholz.

Jeden Sonnenstrahl ausnutzen

Auch bei Joachim Kossowski wird der Umweltschutz mithilfe erneuerbarer Energien groß geschrieben. Sein Steckenpferd sind Anlagen zur Nutzung der Sonnenenergie. „Solarthermie und Photovoltaik können den Energiehaushalt eines Gebäudes wesentlich verbessern“, so der Geschäftsführer des Betriebes Kossowski Bad-Heizung-Klima aus dem badenwürttembergischen Lauda-Sachsenflur. Als Handwerker sieht Joachim Kossowski es als wichtigste Aufgabe an, seine Kunden individuell zu beraten und ihnen, in dem Dschungel an unterschiedlichen Systemen, die jeweils beste Lösung anzubieten. „Wir passen moderne Technologien an die Gebäude und die Anforderungen der Kunden an“, sagt er, „nur so können die Anlagen auch ihre maximale Wirkung erzielen.“ Dabei gehören innovative „Plus-Energie-Häuser“, also Häuser, die mehr Energie erzeugen als benötigt wird, genauso zu seinem Portfolio wie einfache Mehrfamilienhäuser. Mit Leidenschaft und Erfindergeist geht er jedes neue Projekt an: „Für ein Wohnhaus haben wir zum Beispiel mit einer 54 Quadratmeter großen Solarthermie- Anlage einen Wirkungsgrad von 90 Prozent erreicht. Normalerweise sind bereits 70 Prozent der Höchstwert“, sagt der passionierte Meister für Gas- und Wasserinstallation stolz. „Neben dem Plus für die Bewohner freut mich dieser Erfolg auch ganz persönlich – denn ich bin ein richtiger Fan von erneuerbaren Energien und ihrer effizienten Nutzung.“ (www.handwerk.de)

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