Handwerk ist öko

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Am 5. Juni ist Tag der Umwelt: Das Hanwerk leistet auch seinen Beitrag zum Uweltschutz.

Am 5. Juni wird weltweit der Tag der Umwelt begangen, um auf die Bedeutung eines verantwortungsbewussten Umgangs mit natürlichen Ressourcen aufmerksam zu machen. Zum Umweltschutz leistet auch das Handwerk einen entscheidenden Beitrag.

Über die unterschiedlichsten Gewerke hinweg entwickeln Handwerker umweltschonende Produkte, wenden energieeffiziente Herstellungs- und Arbeitsverfahren an und gestalten maßgeblich den Wandel hin zu einer ökologischen und nachhaltigen Lebens- und Arbeitsweise mit.

Der Tag der Umwelt am 5. Juni soll daran erinnern, mit natürlichen Ressourcen nachhaltig umzugehen und Umweltverschmutzung zu vermeiden. Das Handwerk trägt mit seien Leistungen wesentlich zum Umweltschutz bei und nimmt mit der Entwicklung und dem Einsatz von umweltschonenden Produkten und der Anwendung umweltfreundlicher Produktionsstandards eine vorbildliche Funktion ein. Die Berufe im Bau- und Ausbaugewerbe sorgen unter anderem für wärmegedämmte Dächer und Fassaden oder für die Installation und Wartung von Solaranlagen. In den Berufen der Elektro- und Metallgewerbe installieren Anlagenmechaniker ressourcenschonende Solarthermieanlagen und Elektroniker verbinden Energieeffizienz und Komfort durch intelligente Gebäudetechnik. In anderen Branchen – etwa im Textil- und Reinigungsgewerbe – verzichten Betriebe ganz bewusst auf den Einsatz umweltschädlicher Chemikalien. Und mit Kerntätigkeiten in der Instandhaltung, Wartung und Reparatur grenzt sich das Handwerk generell von der Mentalität einer „Wegwerfgesellschaft“ ab.

Natürlich: passivhaustaugliche Außenwände aus Holz

Bei Betrieben wie Holzbau Vinko Miocic aus dem baden-württembergischen St. Peter ist eine ökologische Arbeitsweise längst fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Die Zimmerei baut schlüsselfertige Holzhäuser und nimmt Sanierungs- und Ausbauarbeiten an bestehenden Gebäuden vor. „Wir verwenden dazu ausschließlich unbehandeltes Holz. Umweltbelastende Holzschutzmittel sind für uns weder akzeptabel, noch notwendig“, sagt Geschäftsführerin Ulrike Martin-Miocic. Ganz bewusst greift der Betrieb zudem auf alternative Bau- und Dämmstoffe zurück. „Unsere Häuser werden mit Zellulose gedämmt und innen mit Lehm verputzt“, so Martin-Miocic weiter. Künstliche Mineralfasern, die bei herkömmlichen Dämmverfahren zum Einsatz kommen und deren Herstellung einen erheblichen Energieaufwand erfordert, werden nicht verwendet. So hat das Holzbauunternehmen mit seinen Entwicklungen und Produkten Maßstäbe gesetzt. „Unser innovatives Holzbausystem zeichnet sich nicht nur durch eine Wärmebrückenfreiheit aus. Seine Außenwände verfügen auch über einen Wärmedämmwert, der bereits mit schlanken Wänden die hohen Standards bei Passiv- und Plusenergiehäusern erfüllt“, erklärt Martin- Miocic.

Sauber: mit Trockeneis umweltfreundlich reinigen

Richtig Druck im Umweltschutz macht auch die Cornel Thorma Metallverarbeitungs GmbH aus München. Das Unternehmen hat eine Trockeneisstrahlmaschine zur Oberflächenreinigung entwickelt, die im Jahr 2010 mit dem Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk prämiert wurde. „Alles ohne Wasser, ohne Chemie oder sonstige Stoffe, die entsorgt werden müssen“, betont Geschäftsleiter Wilfried Böhm. „Es gibt keine umweltschonendere Methode, Oberflächen zu reinigen.“ Hierbei wird Trockeneis – zermahlen auf Zuckerkorngröße – auf ca. 300 Meter pro Sekunde beschleunigt. Beim Auftreffen auf den zu reinigenden Gegenstand wird die Schmutzschicht schockgefrostet und dadurch spröde. Die Schmutzschicht fällt einfach ab, das Reinigungsmedium verdampft. Aufgrund der geringen Härte der Eispellets eignet sich das Verfahren besonders für empfindliche Oberflächen. So lässt sich das schonende Reinigungsverfahren vom Denkmalschutz bis zu sensiblen elektronischen Einheiten wie Platinen nahezu unbegrenzt einsetzen. „Wir arbeiten für Kunden aus vielen verschiedenen Bereichen und lernen selbst täglich neue Anwendungsgebiete kennen“, berichtet Wilfried Böhm und schwärmt von der Trockeneisstrahlmaschine: „Wir kommen in jede kleinste Ecke und haben eine Zeitersparnis von 50 bis 70 Prozent gegenüber herkömmlichen Reinigungssystemen. Das ist Hightech und gleichzeitig umweltfreundlich.“

Über alle Gewerke hinweg bringen Handwerker so innovative Ideen, technisches Know-how und Verantwortungsbewusstsein ein, um unsere natürlichen Lebensgrundlagen für nachfolgende Generationen zu sichern. So ist das Handwerk auch in Sachen Umweltschutz richtungsweisend – wie es sich für einen zukunftsorientierten Wirtschaftsbereich gehört. (www.handwerk.de)

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