Handwerk profitiert vom trockenen Herbst

Waldeck-Frankenberg. Das Handwerk hat von den guten Wetterbedingungen im November profitiert. Durch den statistisch trockensten November in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1881 wurde die Arbeitssaison verlängert.

„Vielerorts werden sogar noch Überstunden geleistet“, erklärte Kreishandwerksmeister Karl-Heinz Göbel. „Alle Handwerksarbeiten, die im Freien durchgeführt werden, sind von der Wetterlage abhängig“, sagt Göbel, „wenn unsere Mitarbeiter nass werden oder frieren, bremst das den Arbeitsfortgang und macht weniger Spaß."

Das unterstreicht Herbert Dinger, Obermeister der Innung für das Bauhandwerk Waldeck-Frankenberg: „Insbesondere für das Baugewerbe ist die Trockenheit von Vorteil.“

Ulrich Mütze, Dingers Stellvertreter aus dem Frankenberger Stadtteil Geismar, bewertet die stabile Herbstwetterlage als sehr förderlich. Die Mitarbeiter profitierten zudem von der Trockenheit, weil sie ihren vollen Lohn bezögen und nicht auf Ausfallgeld angewiesen seien.

Das für den Herbst so untypische Wetter erleichtert außerdem erheblich die Arbeit von Waldarbeitern. „Der Holzabbau ist wesentlich einfacher und sicherer, die Maschinen hinterlassen zudem keine tiefen Furchen im Waldboden“, sagt Eberhard Leicht, Dienststellenleiter des Forstamtes Vöhl.

Auch der Straßenbau profitiert. Rolf-Reiner Lescher, Pressesprecher beim Amt für Straßen- und Verkehrswesen Bad Arolsen: „Bei dieser Witterung kann länger gearbeitet werden.“ Bei schlechtem Wetter müsse der Baufortschritt aufgrund technischer Vorschriften ruhen.

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