Das Handwerk sorgt für Renn-Action

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Das Handwerk sorgt für Renn-Action: Die DTM wäre ohne das Handwerk nicht möglich.

Am 16. und 17. Juli gastiert die Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) in München. Und wenn sich die Piloten mit ihren 460 PS starken Boliden spannende Kopfan- Kopf-Rennen liefern, haben zahlreiche Handwerker ganze Arbeit geleistet.

Erst ihr Know-how macht spannende Rennaction möglich, aber auch den Verkehr auf Deutschlands Straßen sicher.

Handwerker machen Motorsport zum Publikumsmagneten, sorgen für spannende Rennen, Adrenalinschübe bei Fahrern und Zuschauern, aber auch für die Sicherheit der Boliden und Rennstrecken. Bei der DTM in München ist dies nicht anders, nur wartet im Olympiastadion noch eine ganz besondere Herausforderung auf die Handwerker. Denn bereits Wochen bevor die Motoren der Rennwagen im weiten Rund des Stadions aufheulen, haben unter anderem Straßenbauer mit einer etwa 15 Zentimeter dicken Teerschicht die nötige Grundlage für die 1,2 Kilometer lange Rennstrecke gelegt. Am Wochenende schrauben dann Kraftfahrzeugmechatroniker in der Boxengasse an den Boliden, feilen an der optimalen Abstimmung für die schnellen Kurven und engen Schikanen und wechseln in Rekordzeit Reifen. Sie sind die heimlichen Stars des Rennwochenendes im Münchner Olympiastadion.

Teamsport Motorsport – Profis in der Box und im Cockpit

Genau so sieht das auch Mike Rockenfeller. Der 27-Jährige fährt seine fünfte DTM-Saison und gewann im Jahr 2010 die legendären 24 Stunden von Le Mans. Als ausgebildeter Kfz-Mechatroniker weiß der Rennfahrer aus dem Westerwald um die Bedeutung des Handwerks für den Rennsport: „Im Cockpit hilft mir meine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker durchaus. Ich verstehe die Technik, weiß genau, wie mein Auto funktioniert. Vor allem wenn es darum geht, gemeinsam mit den Mechatronikern in der Box die optimale Rennabstimmung zu finden, ist das ganz sicher kein Nachteil", erklärt er. Für Rockenfeller ist Motorsport Teamsport. Er weiß: „Die Jungs in der Box sind echte Profis. Ihre handwerkliche Arbeit ist die Grundlage dafür, dass auch ich einen guten Job machen kann.“ Fährt Rockenfeller mit seinem Audi A4 DTM aufs Podium, können sich also auch seine Handwerker in der Box feiern lassen.

Peter Mücke: Meister des Rennsports – und des Kfz-Handwerks

Die Rolle des Handwerks im Motorsport besonders gut einschätzen kann auch Peter Mücke. Der 64-jährige Berliner gewann hinter dem Steuer schneller Autos mehr als 500 Rennen. Seit 1998 schickt er für Mücke- Motorsport, den größten privaten Rennstall Deutschlands, viele Talente auf die Rennstrecken – nicht zuletzt Sebastian Vettel. Mücke selbst ist nicht nur Rennfahrerlegende und Rennstallleiter, sondern auch Kfz- Meister. Seine handwerkliche Erfahrung war Mücke immer von großer Hilfe: „Als Fahrer musst du verstehen, was im Auto um dich herum passiert. Und auch als Teamchef profitiere ich stark von meinem Know-how, kann Fahrern und Mechatronikern meine Ideen besser vermitteln. Wenn es mal brenzlig wird, lege ich in der Box sogar noch selbst Hand an“, berichtet er. Der Motorsport und „das Schrauben“, wie Mücke es nennt, sind seine Leidenschaften. Für Mückes DTM-Team gehen im Münchner Olympiastadion der ehemalige Formel1-Fahrer David Coulthard und der junge Deutsche Maro Engel in AMG-Mercedes-C-Klassen an den Start. 30 Mitarbeiter, davon etwa 25 Handwerker, sind dann für die beiden Fahrer im Einsatz und geben alles für ein gutes Ergebnis. „Ohne das Handwerk wäre Rennsport gar nicht möglich“, fasst Mücke zusammen, „Rennsport ist Handwerk.“

Das Handwerk macht Deutschland mobil

Das Know-how der Handwerker garantiert darüber hinaus, dass auch abseits der Rennstrecken alles rund und möglichst unfallfrei läuft. So legten alle in Deutschland zugelassenen PKW allein im Jahr 2010 rund 626 Milliarden Kilometer zurück. Eine beeindruckende Zahl, die ohne die vielen Beschäftigten in den über 60.000 Betrieben des Kfz-Handwerks, aber auch ohne die Straßenbauer und viele weitere Handwerker gar nicht möglich wäre. So führten die Kfz-Handwerker 2010 beispielsweise mehr als 80 Millionen Reparatur- und Wartungsarbeiten an Pkw durch.

Wenn am Rennwochenende im Münchner Olympiastadion also die schwarz-weiß karierte Zielflagge geschwenkt wird und der Sieger das Podest erklimmt, steht hinter seinem Erfolg die Leistung unzähliger Handwerker. Aber noch fast wichtiger: Auch wenn die vielen tausend Zuschauer des Events von nah und fern wieder sicher zu Hause angekommen sind, haben Handwerker ganze Arbeit geleistet. Sie erst machen Deutschland mobil. (www.handwerk.de)

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