Das Handwerk sorgt für Wärme in der kalten Jahreszeit

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Eine Alternative: Die Nachfrage nach Blockheizkraftwerken steigt.

Die Heizsaison beginnt wieder. Das Handwerk bietet maßgeschneiderte Möglichkeiten, das Eigenheim auf angenehme Temperaturen zu bringen. Handwerker verschiedener Fachrichtungen sorgen mit ihrem Know-how und mit innovativer Technologie dafür, dass Behaglichkeit Einzieht und die Kälte draußen bleibt.

Die eigenen vier Wände richtig für die kalte Jahreszeit zu rüsten, ist nicht nur eine Frage von Energieeinsparung und Umweltschutz, sondern sorgt auch für mehr Wohnkomfort. Ob mit einer modernen Heizungsanlage oder Maßnahmen zur energetischen Sanierung, Handwerker zahlreicher Fachrichtungen helfen mit Rat und Tat dabei, der Kälte zu trotzen.

Wärme aus dem handgemachten Ofen

Moderne Heizungsanlage tragen durch ihre höhere Energieeffizienz deutlich zur Energieeinsparung bei. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Technik dabei rasant entwickelt. Das weiß auch Handwerksmeister Wolfgang Parnow, dessen Unternehmen seit fast 30 Jahren kompetenter Ansprechpartner rund um das Thema Kamin und Ofenbau ist. So sind Ofenheizsysteme, die früher mit viel Rauch und Ruß verbunden waren, inzwischen hochmoderne Heizsystemen, die Rohstoffe sparen und eine sehr natürliche Wärme spenden. „Wir bauen heute Feuerstätten mit einem sehr geringen Energieverbrauch“, so der Leipziger Ofenbauer. Laut Parnow kann man mit zweieinhalb Kilo Holz oder Holzgranulat eine Wärmeabgabe von bis zu 24 Stunden erreichen. Möglich ist dies durch die Verbindung von modernen elektronischen Steuersystemen und der klassischen Ofenbauweise. Und auch optisch lassen Parnow und seine fünf Mitarbeiter bei ihren Kunden keine Wünsche offen: Sie zeichnen, berechnen und gestalten ihre Produkte individuell nach deren Wünschen.

Energie aus dem eigenen Kraftwerk

Einsparung von Energiekosten und umweltfreundliche Energieerzeugung steht auch bei Meisterbetrieb Lutz Kordes im Mittelpunkt. Das Unternehmen für Solar, Heizung und Sanitär bietet seinen Kunden die Möglichkeit, selbst zum Energieerzeuger zu werden, etwa mit einem Blockheizkraftwerk. Geschäftsführer Kordes sagt dazu: „Blockheizkraftwerke sind kom

pakte Maschinen im Keller, mit denen man viel Geld sparen kann.“ Die Kraftwerke amortisieren sich sehr schnell, das liegt an verschiedenen Faktoren. So werden sie mit kostengünstigem Gas betrieben. „Es gibt die sogenannten KWK-Kraftpools, das sind Zusammenschlüsse von Händlern, die besondere Gastarife bekommen“, erklärt Kordes. Zudem erhält der Betreiber 5,11 Cent für jede selbsterzeugte bzw. selbstgenutzte Kilowattstunde Strom und kann sich die Mineralölsteuer vom Hauptzollamt zurückerstatten lassen. Der Verkauf des nicht selbstverbrauchten Stroms sorgt für zusätzliche Gewinne. Neben den Blockheizkraftwerken bietet der Unternehmer aus Sulingen noch weitere umweltfreundliche und zukunftsorientierte Lösungen an: unter anderem leistungsstarke Wärmepumpen und Solartechnik.

Mit neuen Technologien Energie sparen – und erzeugen

Neben innovativer Technik zum Heizen und Energie erzeugen lässt sich aber vor allem über energetische Sanierungsmaßnahmen der Energiehunger von Gebäuden eindämmen, weiß Rainer König. „Die energetische Haussanierung ist die Voraussetzung dafür, dass Deutschland ganz auf erneuerbare Energien umstellen kann“, sagt der Stuckateur aus Bad Herrenalb. Der Unternehmer arbeitet mit acht Angestellten daran, dass seine Kunden in der kalten Jahreszeit keine Energie verschwenden müssen und ist dazu immer auf der Suche nach neuen Ideen – zum Beispiel bei der Wärmedämmung von Häusern. Mit seinem Familienunternehmen im Schwarzwald übernimmt er sämtliche Wärme- und Putzarbeiten, den Trockenbau sowie Malerarbeiten. Dabei verwendet König heute schon die Technologien von morgen. Er ist Vorsitzender des Kompetenzzentrums für Ausbau und Fassade – einem Zusammenschluss von Forschern und Praktikern – und kann so Innovationen gleich anwenden sowie von seinen Erfahrungen berichten. Um mit den technischen Entwicklungen Schritt zu halten, ist eine hochwertige Aus- und Weiterbildung gefragt. Auch dabei beschreitet König neue Wege: In seiner Firma übernimmt ein gut ausgebildeter Geselle jeweils die Patenschaft für einen Azubi.

So helfen handwerkliches Know-how und innovative Technik dabei, steigenden Energiekosten den Kampf anzusagen, die Umwelt zu schonen und trotzdem nicht auf ein wohlig warmes Zuhause verzichten zu müssen. (www.handwerk.de)

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