Handwerk sucht verstärkt nach jugendlichen Fachkräften

Mit Nachwuchs- und Imagekampagnen ist das Handwerk in Deutschland dabei, junge Leute als Fachkräfte und Betriebsnachfolger der Zukunft zu gewinnen.

Die Arbeits-, Fortbildungs- und Karrieremöglichkeiten seien so breit gefächert wie nie, erklärte die Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen, Ina-Maria Heidmann, im Gespräch mit der HNA. Der demografische Wandel sei auch im Handwerk angekommen, die Zahl junger Menschen sinke, „wir sind, einfach gesagt, auf jeden angewiesen.“

Ina-Maria Heidmann

Tätigkeiten werden anspruchsvoller

Für Schulabgänger sei das eine Riesenchance, zumal die technische Entwicklung zu immer anspruchsvolleren Tätigkeiten über das klassische Handwerk hinaus führe: Etwa in der Solaratechnik und Photovoltaik, Klimatechnik und Erdwärmegewinnung, Mechatronik und Steuerungselektronik, Lebensmittelhygiene sowie Reinigungschemie. „Wer gut ist und bereit, etwas zu leisten“, so Heidmann, „der wird sich seinen Ausbildungsplatz bald aussuchen können.“

Abiturienten im Fokus

Verbände und Betriebe werben deshalb nicht mehr bevorzugt um gute Haupt- und Realschüler. Im Fokus stehen auch Abiturienten und selbst Jugendliche, die neben der Ausbildung „ihre schulischen Grundkenntnisse noch weiter befähigen könnten“, wie die Hauptgeschäftsführerin diplomatisch formulierte.

Als Wirtschaftsfaktor steht das Handwerk stabil da. „Wir sind besser durch die Krise 2008/2009 gekommen als manche andere Branche“, sagte Ina-Maria Heidmann. „Es gab deutlich weniger Insolvenzen als befürchtet, und die Konjunkturkurve zeigt nach oben.“ Die Betriebe in Südniedersachsen seien durchweg zufrieden mit der wirtschaftlichen Entwicklung und blickten optimistisch nach vorn.

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