Das Handwerk vernetzt Menschen

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Internationaler Tag der globalen Informationsgesellschaft am 17. Mai: Unter anderem die Firma Zeck sorgt international für Vernetzung.

Am 17. Mai wird der Internationale Tag der globalen Informationsgesellschaft begangen, um auf die besondere Bedeutung der weltweiten digitalen Vernetzung für die Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Handwerker aus unterschiedlichen Gewerken sorgen dafür, dass Informationen in Sekundenschnelle ausgetauscht werden können: Sie bauen Antennen, verlegen unzählige Kilometer Kabel und vernetzen Unternehmen oder ganze Städte, damit die Datenströme von Mensch zu Mensch noch schneller und zuverlässiger fließen.

Immer größere Mengen von Informationen fließen rund um die Uhr von einem Ort der Erde zum anderen. Und täglich werden es mehr Menschen, die an der globalen Informationsgesellschaft teilhaben, Informationen empfangen, aussenden und sich vernetzen. Allein in Deutschland nutzen 70 Prozent der Deutschen täglich das Internet. Moderne digitale Kommunikation wird allerdings erst durch das Handwerk möglich: So verlegen zum Beispiel Metallbauer Antennen- und Stromkabel. Und System- und Informationselektroniker vernetzen über IT-Systeme und Kommunikationselektronik zahlreiche Arbeitsplätze und installieren moderne Glasfasernetze für schnelle Internetverbindungen.

Ohne Handwerk kein DSL-Anschluss

Sowohl am Arbeitsplatz wie auch in privaten Haushalten sind leistungsstarke Netzwerke und moderne Telekommunikations- und Informationstechnik inzwischen unverzichtbar. Für einen reibungslosen und schnellen Informationsaustausch sorgen vor allem auch die Profis vom Handwerk, wie beispielsweise die Systemelektroniker der bayrischen OFM Communications Group aus Burgkunststadt. Die Handwerker haben unter anderem bereits das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit der gesamten Innenhausverkabelung und einem Glasfasernetz ausgestattet. Und auch der Münchener Flughafen, der Prozessorhersteller Intel und sogar der FC Bayern München verlassen sich auf das Know-how der Experten aus Oberfranken.

Große Nachfrage herrscht im Bereich Glasfasernetze für eine schnelle Internetverbindung: „Ein Schwerpunkt unserer Dienstleistungen liegt heute in der Bereitstellung von DSL-Netzen in der Fläche“, erklärt Franz Herold, Geschäftsführer von OFM. Flächendeckende DSL-Verbindungen sind heutzutage – insbesondere für die Wirtschaft – ein Muss, aber noch immer nicht überall in Deutschland vorhanden. Deswegen braucht es Handwerksbetriebe wie OFM, die durch ihre Expertise schnelle Datenübertragung erst möglich machen. “Wir sind ein wichtiger Dienstleister für die großen Telekommunikationsunternehmen. Breitbandnetze werden durch uns erst möglich“, sagt Franz Herold.

Hochspannung durch das Handwerk

Für unbegrenzte digitale Kommunikation werden daneben vor allem Strom- und Antennenleitungen benötigt. Die Metallbauer der Zeck GmbH aus dem oberfränkischen Scheßlitz entwickeln Spezialmaschinen für den Leitungsbau und zählen damit zu den Weltmarktführern. Das Familienunternehmen in dritter Generation hat weltweit über 2.000 Maschinen im Einsatz, die unter oftmals schwierigen klimatischen und geographischen Bedingungen Kabelleitungen montieren und in Stand halten. So brachte der Handwerksbetrieb seine Maschinen zum Beispiel beim Dreischluchten- Projekt in China und beim Bau einer neuen Stromleitung in Chile zwischen der Küstenstadt Valparaíso und der Millionenmetropole Santiago zum Einsatz. Damit hat sich die Zeck GmbH bei ihren 400 bis 500 Kunden in aller Welt einen Namen gemacht und zählt inzwischen zu den 50 wachstumsstärksten Unternehmen in Bayern.

Digitale Dokumente – das Handwerk schließt Sicherheitslücken

Doch nicht nur bei der Bereitstellung der nötigen Infrastruktur ist das Handwerk im Einsatz. So hat die Druckerei Hermann aus Sonnenbühl- Genkingen in Baden-Württemberg ein Verfahren entwickelt, um die Fälschung schützenswerter Dokumente auf elektronischer Basis erheblich zu erschweren. Die Idee der Handwerker: Auch im digitalen Zeitalter liegen lange nicht alle Informationen und Dokumente in digitaler Form vor. Scans von Zeugnissen, amtlichen Bescheinigungen oder Ausweisen lassen sich zwar problemlos anfertigen und als E-Mail verschicken, jedoch eröffnet die Digitalisierung solcher Schriftstücke erhebliche Sicherheitslücken: „Wir können jedes herkömmliche Papier so vorbehandeln, dass davon angefertigte Kopien und Computerscans automatisch einen unübersehbaren Kopiervermerk tragen. So können schützenswerte Dokumente mit einem deutlich verminderten Sicherheitsrisiko digital versandt werden“, erklärt Helmut Herrmann, Geschäftsführer der HERRMANN Druck+Media GmbH.

Mit ihren innovativen und zukunftsweisenden Lösungen stehen diese Betriebe stellvertretend für die vielseitigen Leistungen des gesamten Handwerks, das einen schnellen und sicheren Datenaustausch von Mensch zu Mensch erst möglich macht. (www.handwerk.de)

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