Handwerk wächst dieses Jahr deutlich

Ausgesprochen positive Zahlen meldet die Handwerkskammer Kassel. „Wir rechnen mit einem Umsatzwachstum von 4,5 Prozent und einem Beschäftigungsanstieg um ein Prozent“, sagt Heinrich Gringel, Präsident der Handwerkskammer. Die Wirtschaftsentwicklung sei seit zwei Jahren beeindruckend gewesen.

Ganz so gut werde es voraussichtlich nicht weiter gehen. Die Kammer, die für Nord-, Ost- und Mittelhessen zuständig ist, rechnet für 2012 aber immer noch mit einem Wachstum von zwei Prozent. Eine Rezession sei nicht in Sicht.

Gringel nannte diese Zahlen in der Vollversammlung der Kammermitglieder.

Einbruch mehr als aufgeholt

Die überaus gute Entwicklung des heimischen Handwerks hat selbst die Fachleute überrascht. Mit einem so erfreulichen Konjunkturverlauf habe man nicht gerechnet, sagt Kammerpräsident Heinrich Gringel. Die 4,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr bezeichnet er als beeindruckend. Die Prognose für 2012 liegt bei zwei Prozent Wachstum.

Heinrich Gringel

Damit haben die Handwerksbetriebe den Einbruch von 3,5 Prozent aus dem Krisenjahr 2009 mehr als aufgeholt. Diese Entwicklung schlägt auch bei den Beschäftigten durch. Deren Zahl stieg im vergangenen Jahr um ein Prozent.

Gringel setzt sich dafür ein, dass die Nachwuchsförderung noch mehr als bisher in den Mittelpunkt der Anstrengungen rückt. Ziel müsse es sein, junge Menschen in die Lage zu versetzen, mit einer Ausbildung zu beginnen. „Wir dürfen keinen zurücklassen, weder die leistungsschwachen Schüler noch Jugendliche, denen es zu Hause an der nötigen Unterstützung fehlt“, sagt der Kammerpräsident. Wenn es gelinge, mehr junge Menschen für eine Lehre zu gewinnen, werde es auch keine Forderungen nach Auszubildenden aus dem Ausland geben.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit werde die Beratung in der Betriebsnachfolge sein. Für 20 Prozent der 3200 Betriebe im Kammerbezirk werde das bis zum Jahr 2020 akut.

Zukunftsmärkte für das Handwerk seien der Umweltschutz und die Energieeinsparung. Vom Gesetzgeber erwarte das Handwerk ein sozial ausgewogenes Konzept zur steuerlichen Förderung bei der energetischen Sanierung. Dies könne ein Beitrag dazu sein, die Umwelt zu schonen, Innovationen anzustoßen und Beschäftigung zu sichern. (Von Thomas Siemon)

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