Projekt Top-Ausbildungsstelle (Topas)

Schmankerl für Lehrlinge

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Gesundheitsbewusst: Dennis Hohbein (Salon Arend, Immenhausen, vorn von links), Valentin Hetzel (Tischlerei Bonnet, Liebenau), Sabrina Opper (Firma August Truss, Kassel, dahinter v. l.), Nikolaus Rahmig (Truss) und die übrigen Azubis lernten bei der AOK viel über Ernährung.

Über die Frühstücksgewohnheiten von manchen Lehrlingen kann Uwe Loth, Inhaber des gleichnamigen Sanitär- und Heizungsinstallationsbetriebs in Vellmar, seltsame Dinge berichten: „Da werden Mohrenkopfbrötchen oder schon eine Currywurst am Morgen verzehrt.“

Um die Fitness einiger Azubis sei es nicht zum besten bestellt.

Dass es auch anders geht, lernten Lehrlinge aus der Stadt und dem Kreis Kassel nun beim Gesundheitstag der Krankenkasse AOK. Es gab ein gesundes Frühstück mit Vollkornbrötchen und Rohkost sowie Vorträge und Workshops, Tipps zur Stressbewältigung.

Dieser Tag bildete den Auftakt zu dem Projekt Top-Ausbildungsstelle (Topas), mit dem die Kreishandwerkerschaft Kassel im Kampf um die besten Köpfe auf dem Lehrlingsmarkt mit Schmankerln für die jungen Leute punkten will. Nächstes Jahr rechne man mit stark zurückgehenden Schulabgängerzahlen, die Industrie werbe viele junge Leute ab, der Fachkräftemangel im Handwerk sei absehbar, sagt Geschäftsführer Erich Horbrügger.

Bisher haben sich acht Handwerksbetriebe mit rund 70 Lehrlingen der Initiative angeschlossen, die in der Anlaufphase vom hessischen Wirtschaftsministerium und aus Europa-Mitteln gefördert wird. „Ich denke, das wird wachsen“, sagt Horbrügger. Ziel sei zunächst, ein Netzwerk mit 150 Azubis aufzubauen und alle drei Monate eine Fortbildungsveranstaltung oder Exkursion anzubieten. Es solle auf diese Weise der Austausch unter den Betrieben verstärkt und deren Image auf dem Ausbildungsmarkt verbessert werden.

Die Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, die als erste vor sieben Jahren die Initiative Topas aus der Taufe hob, hat inzwischen gute Erfahrungen damit gemacht. Dort hätten sich bereits 38 Handwerksbetriebe zu bestimmten Qualitätsstandards der Ausbildung verpflichtet, das habe sich unter den jungen Bewerbern herumgesprochen, sagt Tanja Seraphin von der Kreishandwerkerschaft. Die Einhaltung der Standards werde regelmäßig überprüft. (pdi)

Weitere Handwerksbetriebe sind bei Topas willkommen. Info und Kontakt: Kreishandwerkerschaft Kassel, Tel. 05 61/78 48 40, www.volldiezukunft.de

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