Handwerk wirbt beim Tag der Ausbildung für Lehre zum Bäcker und Fleischer

Berufe riechen und fühlen

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Belegen: Auszubildender Jonas Homuth (19) streut die Zutaten auf den Flammkuchen.

 „Bock auf Wurst - Back dir deine Ausbildung“ - unter diesem Motto stand am Mittwoch der „Tag der Ausbildung“ in der Region. Im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Kassel hatten Jugendliche die Gelegenheit, sich über das Bäcker- und Fleischerhandwerk zu informieren.

Sie konnten Meistern und Auszubildenden nicht nur über die Schulter schauen, sondern auch selbst mitmachen, etwa bei der Herstellung von Flammkuchen oder Hefezöpfen. „Es war uns wichtig, die Berufe realistische darzustellen“, sagte Barbara Scholz, Sprecherin der Handwerkskammer Kassel. Die Kammer richtet den Tag der Ausbildung, der bundesweit stattfindet, in der Region jedes Jahr zusammen mit der Kreishandwerkerschaft sowie dem Arbeitgeberservice und der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Kassel aus. In diesem Jahr waren außerdem die Bäckerinnung der Region Kassel und die Fleischerinnung Wolfhagen/Hofgeismar mit im Boot.

Präsentation: Uwe Köhler Wurst aus Nordhessen.

 Berufe praktisch erfahren Uwe Köhler, Obermeister der Fleischerinnung, hält es für wichtig, die Berufe praktisch zu erfahren. „Man bekommt am besten ein Vorstellung, wenn man die Arbeit sieht und die Produkte fühlen, riechen und schmecken kann“, sagt er. Bernd Riede, Obermeister der Bäckerinnung, bestätigt dies. „Außerdem kann man den Erfolg seiner Arbeit direkt über die Reaktionen der Kunden messen“, sagt Riede.

 Sascha Hagemeister (20) aus Knüllwald, der eine Fleischerausbildung im dritten Lehrjahr macht, fasziniert die Vielfalt und die Kreativität des Berufs. „Es ist toll, wie man selbst den Geschmack der Produkte beeinflussen kann“, sagt er. Lisa Rau, die eine Bäckerausbildung im ersten Lehrjahr absolviert, sagt: „Die Ausbildung macht sehr viel Spaß, es ist ein sehr kreatives Handwerk.“ Die 17-Jährige aus Altenstadt-Rodenbach bei Frankfurt absolviert derzeit eine einwöchige, überbetriebliche Ausbildung in Kassel. An die nächtlichen Arbeitszeiten habe sie sich schnell gewöhnt. Laut Susanne Martin, Teamleitern Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit, dient der Tag der Ausbildung zum einen der Berufsorientierung, zum anderen kann bei Interesse auch direkt eine Ausbildungsplatz vermittelt werden. Begeisterungsfähigkeit und Zuverlässigkeit gehören für die Innungsobermeister Riede und Köhler zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine Ausbildung im Bäcker- und Fleischerhandwerk. Hilfreich seien außerdem kurze Praktika in den Betrieben, die sich bei Anfrage häufig kurzfristig realisieren ließen. Laut Barbara Scholz hatten sich für den Tag der Ausbildung etwa 50 Jugendliche aus Schulen im Klassenverband interessiert. (mkx)

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