Gringel will Meisterbrief erhalten

+
Heinrich Gringel

Der Präsident der Handwerkskammer Kassel, Heinrich Gringel, hat heftige Kritik an den Plänen der EU-Kommission geübt, die nationale Reglementierung des Berufszugangs zu überprüfen.

„Diese Pläne bedrohen das Handwerk in seinen Grundfesten“, sagte er in der Vollversammlung. Es geht um die 41 Berufe, bei denen der Meisterbrief eine Voraussetzung für die Selbstständigkeit ist.

„Die Fachkräftesicherung als das Megathema der Zukunft werden wir ohne den Meisterbrief als Zugangsvoraussetzung nicht bewältigen können“, sagte er weiter. Er sei entscheidend für eine qualitativ hochwertige betriebliche Ausbildung. Die Zahlen belegten, dass in den zulassungsfreien Handwerken erheblich weniger ausgebildet werde.

Der Verzicht auf den Meisterbrief bedeute eine Dequalifizierung, „wie wir sie uns nicht leisten können“, so Gringel. Das zeigten die schlechten Erfahrungen, die seit der Novellierung der Handwerksordnung gemacht worden seien. „Sie hat im Fliesen-, Platten- und Mosaikleger-Handwerk zu einer erheblichen Qualitätsminderung und damit zu einem dramatischen Vertrauensverlust bei den Verbrauchern geführt.“ (jop)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.