Harald Stiegel: „Es geht um kunstvolle Gestaltung“

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Harald Stiegel, Obermeister der Innung Metall Kassel

Harald Stiegel, Obermeister der Innung Metall Kassel, stand im Interview Rede und Antwort.

Welche Berufsgruppen haben im Metall-Handwerk zu tun?

Harald Stiegel: Die ursprünglichen Berufe des Metallhandwerks sind die Schmiede und Schlosser. Daraus haben sich viele hochspezialistierte Berufe entwickelt, wie Fahrzeugbauer oder Schließ- und Sicherheitstechniker. Heute unterscheidet man Metallbauer Richtung Konstruktionstechnik, Metallgestaltung und Nutzfahrzeugbau, und die Feinwerkmechaniker mit den Schwerpunkten Maschinenbau, Werkzeugbau, Feinmechanik und Zerspanungstechnik.

Was sind typische Arbeitsinhalte?

Harald Stiegel: Die meisten Handwerksbetriebe sind spezialisiert. Dementsprechend vielfältig sind die Arbeitsmöglichkeiten eines Metallhandwerkers. Sie planen und fertigen zum Beispiel Türen und Treppen, aber auch Brücken und Fahrstühle. In der Metallgestaltung geht es um die kunstvolle Gestaltung, beispielsweise von Toren. Auch in der Solar- und Steuerungstechnik geht nichts ohne Metallbauer. Die Feinwerkmechaniker werden in Zuliefererbetrieben für die Herstellung von Präzisionsteilen oder Systemkomponenten gebraucht, beispielsweise für die Luft- und Raumfahrt, den Maschinenbau oder die Medizintechnik.

Welche Anforderungen werden an Lehrlinge gestellt?

Harald Stiegel: Sie sollten zunächst einmal Spaß am Handwerk und manuelle Fähigkeiten mitbringen. Darüber hinaus ist ein Interesse an Mathematik und Physik unerlässlich. Der Beruf erfordert zudem die Fähigkeit zum räumlich-konstruktiven Denken. Nach einer entsprechenden Berufspraxis ist eine Meisterausbildung möglich. Der Geselle kann die Fachrichtung Metallbauer-Handwerk oder Landmaschinenmechaniker-Handwerk wählen. Über den Bildungsweg Berufs- und Meisterausbildung im Handwerk gibt es die Möglichkeit, eine akademische Ausbildung mit dem Abschluss zum Diplom-Ingenieur zu absolvieren. Wer Interesse daran hat, Wissen zu vermitteln, kann eine Ausbildung zum gewerblichen Fachlehrer in Berufsschulen anschließen. Auch eine Weiterbildung zum Techniker ist möglich. (zip)

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