Berufe im Bauwesen

Harte Schale, weicher Kern

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Sie können hart körperlich arbeiten: Christian Zündel und Pascal Propf absolvieren ihre dreijährige Ausbildung zum Beton- und Stahlbauer bei der Kunz-Bauunternehmung in Witzenhausen.

Harte Schale, weicher Kern – genau darum geht es bei der Ausbildung zum Beton- und Stahlbauer. Einsatzorte sind Baustellen aller Art, in der Region oder aber weltweit. Wer einen abwechslungsreichen Job sucht, gern an der frischen Luft arbeitet und kräftig anpacken kann, ist hier richtig.

Die Baubranche hat generell kein gutes Images. „Auf dem Bau ist man spätestens um halb elf blau“ heißt es sogar in beliebten Popsongs. „Dieses Bild passt schon lange nicht mehr, trotzdem ist es nicht so einfach, dieses Image aus den Köpfen der Leute zu bekommen“, weiß Robert Kunz, Obermeister der Bauinnung Werra-Meißner.

Hochtechnischer Beruf

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Der Beruf des Spezialhochbaufacharbeiters etwa sei ein hochtechnischer Beruf, der gut qualifizierte Menschen braucht. Junge Leute, die heute den Beruf des Spezialhochbaufacharbeiters erlernen, werden sich in Zukunft keine Sorge um einen Arbeitsplatz machen müssen. „Uns fehlen heute schon Facharbeiter, die Lage wird sich auch in ein paar Jahren nicht bessern“, erklärt Kunz.

Pascal Propf ist gerade im dritten Lehrjahr und absolviert seine Ausbildung, Christian Zündel hat seit Oktober ein Praktikum gemacht und fängt im August seine Lehre an. Beide sind sich einig: Der Beruf macht großen Spaß. „Es ist schön, dass man nie Langeweile hat, es gibt immer was zu tun. Für mich wäre es nichts, den ganzen Tag an der Kasse zu sitzen und auf Arbeit zu warten“, erklärt der 18-jährige Christian Zündel.

Neben den hervorragenden Zukunftsaussichten wird in der Branche auch noch gut bezahlt und das nicht nur als als Festangestellter mit Tarifvertrag: Bereits im ersten Lehrjahr bekommen die Auszubildenden um die 770 Euro, zum Ende der Ausbildung werden es sogar etwa 1300 Euro. Dazu kommen sehr gute Sozialleistungen wie Unfall- und Rentenversicherungen. Zur Ausbildung im Betrieb, die als Spezialhochbaufacharbeiter drei Jahre dauert, kommt die Berufsschule in Eschwege und überbetriebliche Maßnahmen im Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft.

Teamfähigkeit und Kraft

Die Voraussetzungen für eine Ausbildung in der Baubranche sind ein Hauptschulabschluss, den Willen körperlich zu arbeiten und das Grundinteresse an handwerklichen Tätigkeiten. „Dazu ist es wichtig, dass man teamfähig ist und bereit, im Sommer auch mal länger zu machen. Dafür können die Stunden zu anderen Zeiten abgefeiert werden“, sagt Kunz. Schön sei außerdem, dass man immer sehen würde, was man alles gemacht hat, wenn man durch die Stadt geht.

Nach der Ausbildung gibt es viele Weiterbildungsmöglichkeiten und auch ein Studium, etwa zum Bauingenieur oder Architekt, ist möglich.

Aktuell sind noch einige Ausbildungsplätze in der Baubranche offen, Interessierte können sich über das Ausbildungszentrum in Eschwege oder die Kreishandwerkskammer über offene Stellen informieren und bewerben. (sb)

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