Heizkosten senken und staatliche Förderung nutzen

Sanierer profitieren doppelt

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Sparen: Eine energetische Sanierung des Eigenheims, beispielsweise mit einer neuen Heizungsanlage, zahlt sich langfristig aus - und wird zudem staatlich gefördert.

Viele Hausbesitzer denken mit Sorge an die Heizsaison: Wie frostig und somit wie teuer wird der kommende Winter? Insbesondere wenn die Heizungsanlage technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand ist, führen hohe Energiekosten zu einer dauerhaften Belastung der Haushaltskasse.

Eine Modernisierung der Heizungsanlage lohnt sich daher gleich doppelt: Die Investition macht sich durch eingesparte Energie und damit geringere Heizkosten bezahlt - und obendrein wird die Maßnahme aus verschiedenen Fördertöpfen finanziell unterstützt.

"Anlageberater" aus dem Handwerk

So stellt allein der Bund in diesem Jahr zusätzliche Fördermittel von 300 Millionen Euro bereit. "Wer bei seiner Heizungsmodernisierung von Förderprogrammen profitieren will, sollte einige wichtige Details beachten", sagt Dr. Michael Herma, Geschäftsführer VdZ - Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. "Beispielweise müssen Fördermittel der KfW-Bank vor Beginn der Arbeiten beantragt werden." Er empfiehlt Hausbesitzern daher, einen Fachmann aus dem Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk zurate zu ziehen. Auf dem Informationsportal www.intelligent-heizen.info zeigt ein Berater in einem Kurzfilm, welche Vorteile Optimierungsmaßnahmen bis hin zur Komplettsanierung veralteter Heizungsanlagen haben, und gibt Investitionstipps, mit denen Hausbesitzer von einer Modernisierung langfristig profitieren können.

Überblick im Förderdschungel

Interessierte Hausbesitzer finden auf der Website außerdem umfassende Informationen zu den möglichen Finanzspritzen: Broschüren als kostenloser Download zu den Fördermitteln der KfW-Bank und zum Marktanreizprogramm (MAP) vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zählen ebenso dazu wie die praktische Fördermitteldatenbank. Mit wenigen Angaben wie Postleitzahl und Baujahr des Hauses erhalten Verbraucher so einen Überblick über nationale und regionale Fördertöpfe.

Programme im Überblick

Wer sich zu einer Heizungsmodernisierung entschließt, kann insbesondere diese beiden Förderprogramme nutzen:

- Das Förderprogramm der KfW-Bankengruppe "Energieeffizient Sanieren": Wichtig ist es dabei, den Antrag vor Beginn des Bauvorhabens zu stellen. Ein unabhängiger Sachverständiger muss als Gutachter beauftragt werden. Nach der Modernisierung muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Weitere Informationen gibt es in der VdZ-Information Nummer 15 "KfW-Programm Energieeffizient Sanieren" oder beim KfW-Infocenter unter Telefon 01801-335577.

- Das Marktanreizprogramm vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle: Der Antrag muss innerhalb von sechs Monaten nach Inbetriebnahme der Heizungsanlage beim BAFA eingehen, Anträge für Solarkollektoren/Biomasseanlagen vor Beginn der Maßnahmen, Anträge von Unternehmen, Gewerbetreibenden und Freiberuflern ebenfalls vor Beginn der Maßnahmen. Fördervoraussetzung bei einem Kesseltausch ist der Nachweis des hydraulischen Abgleichs der Heizungsanlage. Zudem müssen die Umwälzpumpen im Heizwasserkreislauf die Effizienzklasse A oder den Energieeffizienzindex EEI gemäß Ökodesignrichtlinie von 0,27 einhalten. Weitere Informationen sind erhältlich in der VdZ-Information Nummer 12 "Basis- und Bonusförderung im Marktanreizprogramm" oder unter der BAFA-Servicerufnummer 06196-908625. (djd/pt)

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