Hier ist nie der Lack ab

Stefan Koch absolviert bei dem Abteröder Malerbetrieb Zinngrebe seine Ausbildung: Gerade das abwechslungsreiche Aufgabenfeld hat den 20-Jährigen, der sich aktuell im 3. Lehrjahr befindet, an dem Beruf des Malers und Lackierers gereizt. Fotos:  Berg

Weil er gerne etwas Handwerkliches machen wollte, bewarb sich Stefan Koch um einen Ausbildungsplatz als Maler- und Lackierer in der Firma von Mario Zinngrebe in Abterode. Bald wird der 20-Jährige aus Reichensachen seine Ausbildung erfolgreich abschließen, er befindet sich aktuell im dritten Lehrjahr.

„Die Abwechslung in diesem Beruf ist toll, am allerliebsten streiche ich“, erklärt Koch. Er ist einer von vier Auszubildenden, die gerade eine Lehre in der Abteröder Firma machen. „Die Ausbildung zum Maler und Lackierer kann der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft sein, in der man sich vielseitig weiterbilden kann“, erklärt Zinngrebe, der das Familienunternehmen gemeinsam mit seinem Vater führt.

Handwerk hat Zukunft

„Gute Handwerker werden auch in Zukunft immer gefragt sein“, ist sich Zinngrebe sicher. Darüber hinaus kann man sich als Geselle unter anderem auch zum Meister oder Restaurator weiterqualifizieren, ein Architekturstudium anschließen oder Diplom-Ingenieur beziehungsweise Diplom-Designer werden. „Die Möglichkeiten sind vielseitig und eine handwerkliche Ausbildung kann der Grundstein für vieles sein.“

Geschick und Kompetenz

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Um eine Ausbildung als Maler und Lackierer zu beginnen, sollte man über handwerkliches Geschick verfügen, räumliches Vorstellungsvermögen und ein kreatives Händchen haben. „Gute Noten in Mathe und Deutsch sind auch wichtig, aber viel wichtiger als Zensuren ist uns die soziale Kompetenz, da die Azubis häufigen Kundenkontakt haben“, erklärt Zinngrebe.

Bevor man sich für eine Ausbildungsstelle bewirbt, sollte man in einem Praktikum in den Berufsalltag reinschnuppern. „Vorstellung und Realität gehen oft weit auseinander“, weiß Zinngrebe.

Als Maler und Lackierer beherrscht man viele Fähigkeiten, vor allem in Betrieben, die nicht nur auf einen Bereich spezialisiert sind. Maler- und Tapezierarbeiten, Bodenbelagsarbeiten, Fassadengestaltung, Wärmedämmverbundsysteme, dekorative Wandgestaltung wie Spachteltechniken, Trockenbau sowie Innen- und Außenputz gehören zu den Inhalten der Ausbildung. Neben der Arbeit im Betrieb findet einmal wöchentlich ein Berufsschultag an der Berufsschule in Witzenhausen statt sowie Blockunterricht im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung.

Für das kommenden Ausbildungsjahr, das im August startet, hat Mario Zinngrebe noch einen Platz als Maler und Lackierer zu vergeben. „Interessierte können sich sehr gerne melden, wir nehmen auch gerne Quereinsteiger, die vielleicht vorher etwas anderes gemacht haben.“

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre, mit einem Abitur kann die Ausbildungszeit um ein Jahr verkürzt werden. Bei guten Leistungen besteht generell die Möglichkeit, die Ausbildungsdauer auf zweieinhalb Jahre zu reduzieren. (sb)

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