Horst Rehbein: „Eigenständig Probleme lösen können“

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Horst Rehbein, Obermeister der Metallinnung Werra-Meißner

Horst Rehbein, Obermeister der Innung Metall Werra-Meißner, stand im Interview Rede und Antwort.

Wie hat sich das Metallhandwerk in den letzten Jahren verändert?

Horst Rehbein: Die internen Strukturen der Metallbaubetriebe wurden in den letzten Jahren immer komplexer. Der Datenfluss steigt ständig an. Durch das ständig wachsende Verlangen nach immer neueren und qualitativ besseren Objekten, wird das Metallhandwerk immer neu gefordert. Jedes herzustellende Objekt ist in seiner Art und Weise immer individuell und einzigartig. Durch die vielen neuen Materialien die sich mit dem Rohstoff Eisen in Verbindung bringen lassen, wird den Ideen keine Grenze gesetzt. Dadurch schließen sich Tradition und Moderne im Metallhandwerk nicht aus und das alte Handwerk wird gepflegt. und Zukünftiges mit modernen Maschinen weiterentwickelt.

Azubis der Berufsschule Eschwege - Metall-Handwerk

Metallbauer und Konstruktionsmechaniker an der Berufsschule Eschwege, 3. Ausbildungsjahr: "Ich mache eine Lehre zum Metallbauer, weil ich schon an der Berufsschule in Witzenhausen Metalltechnik gelernt habe und es jetzt in der Ausbildung noch spannender geworden ist." Florian Lefort, 20, Großalmerode, Stahlbau Faßhauer © Geier
Metallbauer und Konstruktionsmechaniker an der Berufsschule Eschwege, 3. Ausbildungsjahr: "Ich mache eine Lehre zum Konstruktionsmechaniker, weil es noch ein richtiger Männerberuf ist." Jürgen Siwokonew, 20, Hessisch Lichtenau, Werra Ventilatoren © Geier
Metallbauer und Konstruktionsmechaniker an der Berufsschule Eschwege, 3. Ausbildungsjahr: "Ich mache eine Lehre zum Metallbauer, weil mir Metall durchs Blut fließt." Kim Adenbeck, 19, Wickenrode, Stahlbau Faßhauer © Geier
Metallbauer und Konstruktionsmechaniker an der Berufsschule Eschwege, 3. Ausbildungsjahr: "Ich mache eine Lehre zum Metallbauer, weil die Arbeit mit Metall sehr viel Spaß macht." Marco Ruhlandt, 19, Treffurt, Hupfeld und Schöffel © Geier
Metallbauer und Konstruktionsmechaniker an der Berufsschule Eschwege, 3. Ausbildungsjahr: "Ich mache eine Lehre zum Metallbauer, weil der Beruf viele verschiedene Seiten umfasst." Max Mausolf, 20, Wendershausen, Metallbau Mühlhausen © Geier
Metallbauer und Konstruktionsmechaniker an der Berufsschule Eschwege, 3. Ausbildungsjahr: "Ich mache eine Lehre zum Konstruktionsmechaniker, weil es mit gefällt mit den Händen zu arbeiten." Michael Himmelspach, 23, Eschwege, Werra Ventilatoren © Geier
Metallbauer und Konstruktionsmechaniker an der Berufsschule Eschwege, 3. Ausbildungsjahr: "Ich mache eine Lehre zum Konstruktionsmechaniker, weil der Beruf sehr viel Abwechslung bringt." Philipp Wiegand, 18, Wichmannshausen, Metallbau Würfel © Geier
Metallbauer und Konstruktionsmechaniker an der Berufsschule Eschwege, 3. Ausbildungsjahr: "Ich mache eine Lehre zum Metallbauer, weil man bei der Arbeit oft seine eigenen Ideen mit einbringen kann." Sven Kuntze, 20, Waldkappel, Hupfeld und Schöffel © Geier
Metallbauer und Konstruktionsmechaniker an der Berufsschule Eschwege, 3. Ausbildungsjahr: "Ich mache eine Lehre zum Metallbauer, weil es ein vielseitiger Beruf ist, bei dem man auch draußen arbeitet." Tizian Pohl, 19, Treffurt, Stahlbau Klatt © Geier

Überall wird von einem Fachkräftemangel gesprochen. Trifft das in Ihrem Bereich auch zu?

Horst Rehbein: Durch die ständigen Erweiterungen und damit verbundenen Ansprüche der Auftraggeber im Metallhandwerk steigen auch die Ansprüche an die Fachkräfte. Man muss Arbeiter beschäftigen, die in mehreren Arbeitsprozessen gute Leistung bringen und eigenständig Probleme lösen können. Davon gibt es aber immer weniger, da sich viele lieber in den Bürojobs wieder finden wollen. Kaum welche wollen sich heute noch in den Handwerksberufen arbeiten.

Warum sollte ein Schulabgänger diesen Handwerksberuf ergreifen?

Horst Rehbein: Als Ausbildungsbetrieb schaffen wir mit bester Qualifizierung Perspektiven für junge Menschen in unserer Region. Karrieren im Handwerk gibt es je nach Begabung und Berufung, d.h. ich kann Spezialist im Beruf werden aber auch Meister oder Ingenieur. Wo früher mit der Lehre ‘‘Schluss‘‘ war, stehen heute alle Wege offen. Und der Meister kann an vielen technischen Hochschulen studieren. Die Metallfachschulen bieten berufsbegleitend Weiterbildungen an, die immer wieder neue Türen öffnen.(zge)

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