Informationsveranstaltung bei der Kreishandwerkerschaft

Firmenchefs müssen an die Übergabe denken

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Bei der Infoveranstaltung: (von links) Martin Dörflinger (Sparkasse Waldeck-Frankenberg), Ines Riemenschneider, Steffen Wiesenberg, Yvonne Kapellmann, Roland Marx und Kai Bremmer.

„Ein Geschäft zu eröffnen ist leicht. Schwer ist, es geöffnet zu halten“: Das sagte Projektleiterin Silke Nagel während der jüngsten Informationsveranstaltung der Agentur für Betriebsübergabe der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg.

Die Agentur berät und unterstützt Betriebsinhaber bei der Übergabe ihres Unternehmens. „Übernahme und Übergabe von Betrieben sind zwei Seiten derselben Medaille“, sagte Nagel. Deshalb kümmere sich die Agentur nicht nur um übergabewillige Handwerker, sondern auch um deren mögliche Nachfolger.

Das Programm der Veranstaltung gliederte sich in vier Teile.

• Zunächst unterrichtete die Rechtsanwältin Ines Riemenschneider von der Frankenberger Kanzlei Dr. Waskowiak, Glatzl & Seidel die Teilnehmer über den Betriebsübergang. Dabei ging es vor allem um die Voraussetzungen des Übergangs, die Bedeutung der Arbeitnehmer-Unterrichtung und die Rechtsfolgen.

• Die Vorteile des Trendmarketings wurden den angehenden Unternehmern von

Yvonne Kapellmann, Inhaberin des gleichnamigen Grafikstudios in Korbach, dargestellt. Die Marketing-Expertin rät Unternehmen grundsätzlich dazu, eigene Stärken in den Mittelpunkt der Werbung zu stellen.

• Die Finanzierung der Betriebsübernahme und Herausforderungen der Nachgründungsphase standen im Zentrum des Vortrages von Steffen Wiesenberg, der bei der Handwerkskammer Kassel in der Betriebsberatung tätig ist.

• Den Abschluss bildete ein Referat von Roland Marx, Berater der Agentur für Betriebsübergabe, über Mitarbeiterführung. Marx empfahl den potentiellen Übernehmern die personelle Ausgangssituation genau zu beachten: Oftmals ist es so, dass einer aus dem bestehenden Mitarbeiter-Team den Betrieb übernimmt und im Kollegenkreis auf Augenhöhe agiert. Nach der Übernahme dürfe er aber kein Kollege mehr sein, dann müsse er als Chef agieren.

Kai Bremmer, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, freute sich über die rege Beteiligung an der Veranstaltung: „Betriebsübergaben und –übernahmen gehen jeden im Handwerk irgendwann an“, betonte er noch einmal. (nh/mam)

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