Ingrid von Künßberg: „Einer der beliebtesten Lehrberufe“

+
Ingrid von Künßberg, Obermeisterin der Innung Friseur Waldeck-Frankenberg mit ihrer Mitarbeiterin Tanja Wernz

Ingrid von Künßberg, Obermeisterin der Innung Friseure Waldeck-Frankenberg, stand im Interview Rede und Antwort.

Wie entwickelt sich das Friseurhandwerk Ihrer Meinung nach?

Ingrid von Künßberg: Das Friseurhandwerk unterliegt einem stetigen Wandel. Auch die Betriebe in Waldeck-Frankenberg entwickeln ihr Dienstleistungsangebot ständig kundenorientiert weiter. In Waldeck-Frankenberg gibt es 185 Friseurbetriebe. darunter sind jedoch zahlreiche „Ein-Personen-Betriebe“ oder Betriebe, die aufgrund einer Ausnahmeregelung ohne meisterliche Qualifikation geführt werden und daher nur begrenzt oder gar nicht ausbilden. 47 Friseurbetriebe in Waldeck-Frankenberg bilden Lehrlinge aus.

Friseure - Azubis der Berufsschule Korbach

Azubis der Berufsschule Korbach - Friseure

Alle sprechen vom Fachkräftemangel – gilt das auch für Friseure?

Ingrid von Künßberg: Der Beruf des Friseurs beziehungsweise der Friseurin ist nach wie vor einer der beliebtesten Lehrberufe. Allerdings haben auch wir sinkende Lehrlingszahlen zu verzeichnen. Denn auch in Waldeck-Frankenberg erfüllen viele Bewerberinnen und Bewerber oftmals nicht die Voraussetzungen für eine Ausbildung. Daher wird die Friseur-Innung Waldeck-Frankenberg bald die Nachwuchswerbung intensivieren. Denn durch qualifizierten Nachwuchs sichert man nicht nur das Personal des eigenen Betriebes, sondern wahrt natürlich auch das eigene fachliche know-how.

Wie sind die Anforderungen an die Auszubildenden?

Ingrid von Künßberg: In Waldeck-Frankenberg gibt es momentan 74 Lehrlinge im Friseurhandwerk. Davon sind fünf männlich und 69 weiblich. Diese Geschlechter-Struktur ist signifikant für das Friseur-Handwerk. Bewerber beider Geschlechter sollten zunächst einmal grundsätzlich Spaß daran haben, mit den eigenen Haaren gestalterisch tätig und dabei offen sowie kommunikativ gegenüber den Kunden zu sein. Schulische Mindestvoraussetzung ist in der Regel der Hauptschulabschluss, wobei wir natürlich auf gute Noten, gerade in den Hauptfächern, achten. Außerdem sollte man durchaus körperlich fit sein. Denn natürlich verbringt man einen großen Teil des Arbeitstages im Stehen. (ztb)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.