Ingrid von Künßberg: „Einer der beliebtesten Lehrberufe“

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Ingrid von Künßberg, Obermeisterin der Innung Friseur Waldeck-Frankenberg mit ihrer Mitarbeiterin Tanja Wernz

Ingrid von Künßberg, Obermeisterin der Innung Friseure Waldeck-Frankenberg, stand im Interview Rede und Antwort.

Wie entwickelt sich das Friseurhandwerk Ihrer Meinung nach?

Ingrid von Künßberg: Das Friseurhandwerk unterliegt einem stetigen Wandel. Auch die Betriebe in Waldeck-Frankenberg entwickeln ihr Dienstleistungsangebot ständig kundenorientiert weiter. In Waldeck-Frankenberg gibt es 185 Friseurbetriebe. darunter sind jedoch zahlreiche „Ein-Personen-Betriebe“ oder Betriebe, die aufgrund einer Ausnahmeregelung ohne meisterliche Qualifikation geführt werden und daher nur begrenzt oder gar nicht ausbilden. 47 Friseurbetriebe in Waldeck-Frankenberg bilden Lehrlinge aus.

Azubis der Berufsschule Korbach - Friseure

Azubis der Berufsschule Korbach, Friseure im dritten Lehrjahr: "Ich mache eine Lehre im Friseure-Handwerk, weil es mir Spaß macht, mit Kunden zu arbeiten und sie zu verschönern." Irini Tsangalidu, 22, Sachsenhausen, BBZ Korbach © Teuber-Blechschmidt
Azubis der Berufsschule Korbach, Friseure im dritten Lehrjahr: "Ich mache eine Lehre im Friseure-Handwerk, weil ich mein Hobby zum Beruf mache." Valeska Gruber, 19, Obernburg, BBZ Korbach © Teuber-Blechschmidt
Azubis der Berufsschule Korbach, Friseure im dritten Lehrjahr: "Ich mache eine Lehre im Friseure-Handwerk, weil ich gerne andere Leute style beziehungsweise umstyle." Marie Christin Oeckei, 19, Diemelstadt-Wrexen, Gaby´s Haarstudio Diemelstadt © Teuber-Blechschmidt
Azubis der Berufsschule Korbach, Friseure im dritten Lehrjahr: "Ich mache eine Lehre im Friseure-Handwerk, weil es mein Traumberuf ist." Verena Jessica Herrmann, 23, Marsberg, Friseur Lessing © Teuber-Blechschmidt
Azubis der Berufsschule Korbach, Friseure im dritten Lehrjahr: "Ich mache eine Lehre im Friseure-Handwerk, weil ich es liebe, jedem Kunden, der geht, ein Lächeln auf die Lippen gezaubert zu haben." Julia Stremmel, 20, Korbach, Salon Happy Hair, Bad Arolsen © Teuber-Blechschmidt
Azubis der Berufsschule Korbach, Friseure im dritten Lehrjahr: "Ich mache eine Lehre im Friseure-Handwerk, weil mir es Spaß macht, Kunden mit meiner Kreativität glücklich zu machen." Virginie Betri, 22, Korbach, BBZ Korbach © Teuber-Blechschmidt
Azubis der Berufsschule Korbach, Friseure im dritten Lehrjahr: "Ich mache eine Lehre im Friseure-Handwerk, weil mir der Beruf super viel Spaß macht." Christina Lamour, 21, Volkmarsen, BBZ Korbach © Teuber-Blechschmidt
Azubis der Berufsschule Korbach, Friseure im dritten Lehrjahr: "Ich mache eine Lehre im Friseure-Handwerk, weil ich es schon von Klein an werden wollte, weil es mir Spaß macht." Valentina Vetere, 20, Korbach, BBZ Korbach © Teuber-Blechschmidt
Azubis der Berufsschule Korbach, Friseure im dritten Lehrjahr: "Ich mache eine Lehre im Friseure-Handwerk, weil es mir Spaß macht und Freude, mit Kunden umzugehen." Damla Ozcelik, 22, Korbach, BBZ Korbach (mit Modell Gisela Kirsten) © Teuber-Blechschmidt
Azubis der Berufsschule Korbach, Friseure im dritten Lehrjahr: "Ich mache eine Lehre im Friseure-Handwerk, weil mir der Umgang mit Kunden Spaß macht und man immer wieder neue Leute kennen lernt." Regina Brozmann, 21, Bad Arolsen, BBZ Korbach (mit Modell Brigitte Gerhard) © Teuber-Blechschmidt
Monat des Handwerks: Azubis der Berufsschule Korbach, Friseure im dritten Lehrjahr mit Klassenlehrerin Sabine Runge (hintere Reihe, dritte von links) © Teuber-Blechschmidt

Alle sprechen vom Fachkräftemangel – gilt das auch für Friseure?

Ingrid von Künßberg: Der Beruf des Friseurs beziehungsweise der Friseurin ist nach wie vor einer der beliebtesten Lehrberufe. Allerdings haben auch wir sinkende Lehrlingszahlen zu verzeichnen. Denn auch in Waldeck-Frankenberg erfüllen viele Bewerberinnen und Bewerber oftmals nicht die Voraussetzungen für eine Ausbildung. Daher wird die Friseur-Innung Waldeck-Frankenberg bald die Nachwuchswerbung intensivieren. Denn durch qualifizierten Nachwuchs sichert man nicht nur das Personal des eigenen Betriebes, sondern wahrt natürlich auch das eigene fachliche know-how.

Wie sind die Anforderungen an die Auszubildenden?

Ingrid von Künßberg: In Waldeck-Frankenberg gibt es momentan 74 Lehrlinge im Friseurhandwerk. Davon sind fünf männlich und 69 weiblich. Diese Geschlechter-Struktur ist signifikant für das Friseur-Handwerk. Bewerber beider Geschlechter sollten zunächst einmal grundsätzlich Spaß daran haben, mit den eigenen Haaren gestalterisch tätig und dabei offen sowie kommunikativ gegenüber den Kunden zu sein. Schulische Mindestvoraussetzung ist in der Regel der Hauptschulabschluss, wobei wir natürlich auf gute Noten, gerade in den Hauptfächern, achten. Außerdem sollte man durchaus körperlich fit sein. Denn natürlich verbringt man einen großen Teil des Arbeitstages im Stehen. (ztb)

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