Das Baugewerbe als Chance

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Sieht Chancen im Baugewerbe: Obermeister Herbert Dinger

Von stabilen Mitgliederzahlen und zahlreichen Innungsaktivitäten berichtete Obermeister Herbert Dinger in der Jahreshauptversammlung der Innung für das Bauhandwerk Waldeck-Frankenberg.

Nach Auskunft Dingers verharren die Mitgliederzahlen auf einem hohen Niveau, sodass derzeit rund fast sechzig Unternehmen Mitglied der Innungsorganisation sind. Ein positives Fazit zog der Obermeister unter die Aktivitäten der Bauhandwerker.

Durch die Beteiligung an Veranstaltungen wie dem Job Day, dem Tag des Handwerks oder den Gesellenfreisprechungsfeiern der Kreishandwerkerschaft konnte sich das Baugewerbe in der Vergangenheit der interessierten Öffentlichkeit präsentieren.

Sorgen bereiten Herbert Dinger jedoch die konjunkturelle Entwicklung sowie die Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage sagte der Obermeister: „Der lange Winter hat gerade im Baugewerbe seine Spuren hinterlassen. Jeder kennt das aus seinem eigenen Unternehmen. Wir erleben nicht gerade eine Auftragsübersättigung.“ Ein gutes Zeichen sei jedoch, dass es keine Kurzarbeit gebe.

Nicht zufrieden kann man nach Dingers Ansicht mit der Ausbildungssituation sein. Immer weniger junge Leute würden sich gegen eine Ausbildung im dualen System entscheiden. Gerade deshalb sei es wichtig, dass die Unternehmen sich ihrer Verantwortung bewusst seien und jederzeit Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. „Wir müssen ein ständiges Angebot haben, sonst findet man überhaupt keine geeigneten Bewerber und Nachwuchskräfte. Das Baugewerbe muss in seinem eigenen Interesse am Ball bleiben.“

In diesem Zusammenhang sei auch die Nachqualifizierung an- und ungelernter Beschäftigter eine mögliche Lösung zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses. Zudem könne so die Auslastung der Lehrbauhöfe erhöht werden. Die Leiter der beiden Lehrbauhöfe in Frankenberg und Korbach, Peter Wilhelm und Karl-Heinz Emde, berichteten, dass sich derzeit 77 Lehrlinge in Ausbildung befinden.

Perspektiven

Einig waren sich Obermeister Herbert Dinger und Gerhard Brühl, der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, abschließend darüber, dass die Vorteile und guten Perspektiven des Baugewerbes stärker betont werden sollen. „Das Baugewerbe bietet viele Vorteile: Karrierechancen ebenso wie gute Verdienstmöglichkeiten. Diese positiven Dinge wollen wir intensiver in den Vordergrund rücken.“ (nh/akl)

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