Innungen fusionieren über Kreisgrenze hinaus

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Der neue Vorstand der gemeinsamen Raumausstatter-Innung: von rechts Obermeisterin Christina Schöllhorn, stellv. Obermeister Helmut Best, Franz Lösbrock, Marc Hornig, Sven Stransky sowie die Geschäftsführer Jürgen Altenhof und Gerhard Brühl.

Die Raumausstatter- und Sattlerbetriebe in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder arbeiten künftig in einer gemeinsamen Innung zusammen. Auf der konstituierenden Versammlung in Borken stimmten die Mitglieder beider Innungen für die Fusion.

Die neue Innung trägt den Namen Raumausstatter- und Sattler-Innung Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg. Mit 35 Innungsfachbetrieben ist sie die größte Innung dieser Art in Nordhessen. Die Geschäftsführung wurde der Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder übertragen.

Große Einigkeit herrschte bei der Wahl des neuen Vorstandes, dem jeweils drei Mitglieder aus den jeweiligen Kreisen angehören. Als Obermeisterin wurde Christina Schöllhorn (Felsberg-Gensungen) gewählt. Sie war zuvor bereits Obermeisterin der Innung Schwalm-Eder. Zum stellvertretenden Obermeister wurde Helmut Best aus Waldeck-Sachsenhausen gewählt.

Auch er war bereits stellvertretender Obermeister im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Als Lehrlingswart gehört dem Vorstand Sven Stransky (Malsfeld-Beiseförth) ebenso an wie die Beisitzer Marc Hornig (Korbach), Reiner Löwenstein (Willingen) und Franz Lösbrock (Fritzlar), der zudem als Schriftführer fungiert.

Mit der Fusion der beiden Innungen sei die flächenmäßig größte Raumausstatter-Innung in Hessen entstanden, erklärte der Geschäftsführer der neuen Innung, Jürgen Altenhof: „Für alle Beteiligten bedeutet das Veränderungen und auch weitere Wege.“

Eine Anlaufstelle

Die beiden Kreishandwerkerschaften in Korbach und Homberg hatten sich nach Auskunft des Geschäftsführers der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, Gerhard Brühl, darauf geeinigt, dass auch die Verwaltung der Kreishandwerkerschaft in Korbach für die Raumausstatter ansprechbar bleibt: „Die Betreuung der Mitglieder erfolgt von Homberg aus. Korbach bleibt den Betrieben aber als Anlaufstelle erhalten.“ Laut Bühl soll damit sichergestellt werden, dass eine möglichst betriebsnahe Betreuung der Mitglieder gewährleistet bleibt. Diese Verwaltungsvereinbarung zwischen den Kreishandwerkerschaften sei die erste ihrer Art in Nordhessen. Die Auftragslage im Raumausstatter-Handwerk war 2011 sehr gut. Das Wachstum lag im nordhessischen Handwerk bei prognostizierten 4,5 Prozent. Auch die Prognosen für das laufenden Jahr sehen besser aus, als im Bundestrend, erklärte die neue Obermeisterin, Christina Schöllhorn: „Das Raumausstatter-Handwerk bedient einen speziellen Marktbereich, der nicht so großen Schwankungen unterliegt. Außerdem sind die meist familiengeführten Innungsfachbetriebe etablierte Anbieter, die sich durch Qualitätsarbeiten einen Namen gemacht haben.“ (nh/uli)

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