Jeder Einsteiger ein Aufsteiger

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Sie stellten sich den Fragen der Besucher am Tag des Schornsteinfegers: Der stellvertretende Landesinnungsmeister Axel Scharr (links) und der Auszubildende Mike Wulff vor der Geschäftsstelle des Schornsteinfegerhandwerks Hessen in Bebra.

Der Schornsteinfeger - ein moderner Ausbildungsberuf? „Das ist er auf jeden Fall“, sagte Axel Scharr, der stellvertretende Landesinnungsmeister, im Pressegespräch in der Landesfachschule des Schornsteinfegerhandswerks Hessen in Bebra.

Der Anlass war der bundesweit ausgerichtete Tag des Schornsteinfegers. Das Thema der Aktion: Vielfältiges Aufgabenfeld, attraktive Perspektiven - der Beruf des Schornsteinfegers im Wandel.

„Das Berufsbild vom schwarzen Mann auf dem Dach hat sich sehr nachhaltig verändert“, erläuterte Scharr die Anforderungen, die durch gesetzliche Vorgaben und Umweltbedingungen an die Auszubildenden, Gesellen und Meister im Schornsteinfegerhandwerk gestellt werden. Geblieben sei der klassische Tätigkeitsbereich: das Kehren von Schornsteinen und Abgasanlagen, das Reinigen von Feuerstätten und die so genannte Feuerstättenschau.

Aufwärts in vier Stufen

Als Experte für den Umweltschutz sei der Schornsteinfeger für die feuerungstechnischen Messungen und die Bestimmung der Abgasverluste zuständig. Zu seinem Aufgabenbereich gehöre auch die Beratung zur Energieeinsparung an Feuerungsanlagen und an Gebäuden. Diese Tätigkeit als Energieberater sei erst durch die Aufhebung des Nebenerwerbsverbots für Schornsteinfeger möglich geworden, betonte der stellvertretende Landesinnungsmeister. Sie erfordere zusätzliche Qualifikationen und eine regelmäßige Weiterbildung aller Berufsangehörigen. Vom neutralen Schornsteinfeger gebe es eine Beratung ohne Rücksicht auf Hersteller und Produkte.

Betriebssicherheit

Zu seinem Aufgabenbereich gehöre ferner die Betriebssicherheit. Dieser Bereich umfasse die Abnahme und das Überprüfen von neuen, geänderten und bestehenden Feuerungsanlagen.

Bei uns ist jeder Einsteiger ein Aufsteiger - das Motto des Schornsteinfegerhandwerks in der Nachwuchswerbung. Es soll deutlich machen, dass die Aus- und Weiterbildungschancen für Berufseinsteiger im Schornsteinfegerhandwerk größer sind denn je. Die vier Stufen der Karriereleiter: Auszubildender, Schornsteinfegergeselle, Schornsteinfegermeister und Bezirksschornsteinfegermeister.

Für den Auszubildenden Mike Wulff ist der Beruf des Schornsteinfegers eine Herausforderung, aber auch ein „Beruf mit Herz“. Der junge Mann in der typischen Berufskleidung schätzt neben den zunehmenden technischen Anforderungen die Kontakte zu den Kunden. Mike Wulff nennt das soziale Kompetenz: die Gespräche mit den Menschen und die kleinen Hilfeleistungen neben seiner beruflichen Tätigkeit.

Noch gebe es genügend Auszubildende im Schornsteinfegerhandwerk, berichtet Axel Scharr. Doch in den nächsten Jahren würden bundesweit 2000 Betriebsinhaber in den Ruhestand gehen. Diese Lücken müssten durch den Nachwuchs gefüllt werden, der künftig immer schwieriger zu finden sei. Daher sei Werbung für das Handwerk notwendig. (zvk)

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