Johannes Richardt: „Fleisch ist ein Stück Lebenskraft“

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Johannes Richardt, Obermeister der Innung Fleischer Schwalm Eder

Johannes Richardt, Obermeister der Innung Fleischer Schwalm Eder, stand im Interview Rede und Antwort.

Wie beurteilen Sie heute generell die Qualität von Fleisch und Fleischerzeugnissen?

Johannes Richardt: Fleisch ist ein Stück Lebenskraft. Es besitzt viele Inhaltsstoffe, die der menschliche Körper braucht. Schon von alters her steht das Fleischerhandwerk für qualitativ hochwertige Fleischwaren. Aufgrund der heutigen umfangreichen Untersuchungen und Dokumentationen haben wir einen Qualitätsstandard erreicht, den es früher so nicht gab. Das fängt im Stall beim Bauern an und geht bis zur Abgabe der Fleisch- und Wurstwaren an den Konsumenten. Es gibt klare Vorgaben hinsichtlich der Kontrollen und Abläufe sowie geltende Hygienevorschriften. Die Daten werden schriftlich hinterlegt und lassen sich so problemlos zurückverfolgen. Dank dieser Maßnahmen haben wir in unserer Region fast keine Beanstandungen zu melden. Lebensmittel-Skandale wie BSE, Blauzungenkrankheit oder Dioxin in Futtermitteln haben wir seitens des Fleischerhandswerks nicht zu vertreten.

Azubis der Radko-Stöckl-Schule in Melsungen - Fleischer

Fleischer der Rakdo-Stöckl-Schule in Melsungen: „Ich mache eine Ausbildung zum Fleischer, wei. der Beruf viel Spaß macht und wir zu Hause einen eigenen Betrieb haben.“ Johannes Bechtel, 20, Willingshausen-Zella, Landfleischerei Hain © Dammeyer
Fleischer der Rakdo-Stöckl-Schule in Melsungen: „Ich mache eine Ausbildung zum Fleischer, weil wir noch Hausschlachtung machen und es mir schon immer Spaß gemacht hat.“ Lukas Liebermann, 17, Homberg (Efze)-Rückersfeld, Edeka © Dammeyer
Fleischer der Rakdo-Stöckl-Schule in Melsungen: „Ich mache eine Ausbildung zur Fleischerin, weil mir schon das Praktikum in der Schule Spaß gemacht und mich der Beruf sehr interessiert.“ Franziska Keim, 17, Malsfeld-Ostheim, Edeka © Dammeyer
Fleischer der Rakdo-Stöckl-Schule in Melsungen: „Ich mache eine Ausbildung zum Fleischer, weil mir schon das Praktikum gut gefallen hat und mein Vater selbst Hausschlachtung in Direktvermarktung betreibt.“ Rene Priester, 17, Jesberg, Fleischerei Becker, Jesberg © Dammeyer
Fleischer der Rakdo-Stöckl-Schule in Melsungen: „Ich mache eine Ausbildung zum Fleischer, weil ich gerne mit Lebensmitteln arbeite und mein Vater eine eigene Fleischerei betreibt.“ Jan Willing, 19, Felsberg-Gensungen, Fleischerei Hasper, Gensungen © Dammeyer
Fleischer der Rakdo-Stöckl-Schule in Melsungen: „Ich mache eine Ausbildung zum Fleischer, weil ich den Beruf schon immer gerne erlernen wollte.“ Patrick Haase, 17, Homberg-Wernswig, Fleischerei Jäger, Homberg © Dammeyer
Fleischer der Rakdo-Stöckl-Schule in Melsungen: „Ich mache eine Ausbildung zum Fleischer, weil wir in der Nachbarschaft landwirtschaftliche Betriebe haben, die noch selbst schlachten und mich das sehr interessiert.“ Jürgen Ellert, 19, Borken-Arnsbach, Lindenhof, Fritzlar © Dammeyer
Fleischer der Rakdo-Stöckl-Schule in Melsungen: „Ich mache eine Ausbildung zum Fleischer, weil mein Vater eigene Hausschlachtung betreibt, ich gerne mit Lebensmitteln arbeite und gerne zu Hause helfe.“ Sascha Böswetter, 17, Homberg (Efze)-Caßdorf, Fleischerei Töpfer, Caßdorf © Dammeyer
Fleischer der Rakdo-Stöckl-Schule in Melsungen: „Ich mache eine Ausbildung zum Fleischer, weil ich schon immer gerne Metzger werden wollte. Es ist ein Beruf, der mich fasziniert und wo man mit Leib und Seele dabei sein muss.“ Johannes Schmidt, 18, Schönborn, Landmetzgerei Luckhardt © Dammeyer
Fleischer der Rakdo-Stöckl-Schule in Melsungen: „Ich mache eine Ausbildung zum Fleischer, weil ich mir diese Arbeit schon während des Praktikums viel Spaß gemacht hat.“ Kevin Holl, 18, Waldkappel, Edeka © Dammeyer
Fleischer der Rakdo-Stöckl-Schule in Melsungen: „Ich mache eine Ausbildung zum Fleischer, weil es ein guter, vielseitiger Beruf ist und mich schon seit der Kindheit interessiert.“ Andrej Gulko, 40, Schwalmstadt-Treysa, Fleischerei Becker, Treysa © Dammeyer
Fleischer der Rakdo-Stöckl-Schule in Melsungen: „Ich mache eine Ausbildung zum Fleischer, weil ich einen guten, handwerklichen Beruf erlernen wollte und mir die Arbeit viel Spaß macht.“ Christian Herbst, 29, Spangenberg, Edeka © Dammeyer
Fleischer der Rakdo-Stöckl-Schule in Melsungen: „Ich mache eine Ausbildung zur Fleischerin, weil ich schon im Rahmen eines Praktikums gesehen habe, dass mir dieser Beruf viel Spaß macht.“ Patricia Uhly, 20, Borken, Edeka © Dammeyer

Was hat sich im Arbeitsalltag des Fleischers geändert?

Johannes Richardt: Die umfangreichen Kontrollen und Prüfungen, die zum einen qualitativ hochwertige Lebensmittel garantieren sollen, führen andererseits zu einem höheren Dokumentationsaufwand. Ob Temperaturmessungen, Ablaufbeschreibungen oder mikrobiologische Untersuchungen: all dies nimmt heute mehr Zeit in Anspruch. Man muss stets die aktuellen Vorschriften kennen und diese im Routinebetrieb entsprechend umsetzen. Wir bieten hierzu seitens der Fleischer-Innung Schwalm-Eder zahlreiche Informations-Veranstaltungen an.

Überall wird vom Fachkräftemangel gesprochen. Trifft das Ihrer Meinung nach auch für das Fleischer-Handwerk zu?

Johannes Richardt: Ich sehe das Problem insbesondere bei den Fleischfachverkäuferinnen. Die Frauen steigen meist aus dem Beruf aus, um ihre Kinder zu betreuen und kehren dann erst wieder in diesen Beruf zurück, wenn die Kinder „aus dem Gröbsten heraus sind“. (ynd)

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