Kammern wollen mehr Berater

Mehr Berufsberater in den Schulen, mehr Unterricht im Betrieb: Die Hessische Landesregierung, die Kasseler Industrie- und Handelsskammer (IHK) und die Handwerkskammer (HWK) haben gestern in Kassel dargelegt, wie sie den Fachkräftemangel in Nordhessen bekämpfen wollen.

Mit einer Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent weise die „Boomregion“ Nordhessen die beste Arbeitsmarktstatistik in Hessen auf, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier.

Die Zuversicht wird jedoch durch den Mangel an Fachkräften getrübt: Laut IHK-Präsident Martin Viessmann sieht jedes vierte Unternehmen dadurch seinen Fortbestand bedroht. Neben mangelnder Qualifikation stelle auch fehlende Orientierung von Schulabsolventen bei der Berufswahl ein Problem dar. Daher will die IHK jährlich 500 000 Euro investieren, um die Zahl der Ausbildungsabbrüche zu senken. Mit dem Geld sollen unter anderem mehr Berufsberater in den nordhessischen Schulen eingesetzt werden. Zudem sollen Abschlussklassen von Hauptschulen einen Teil des Unterrichts in Betrieben absolvieren, sagte Bouffier. „Dann können die Schüler vernünftig einschätzen, was sie erwartet.“

Dem Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland misst man hingegen weniger Bedeutung bei: Laut Bouffier hielten nur zwölf Prozent der Betriebe dies für eine Lösung des Fachkräfteproblems. (ntz)

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