Handwerk fordert steuerliche Anreize

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Heinrich Gringel

Positiv, aber nicht überschwänglich fallen die Konjunkturerwartungen des Handwerks an das laufende Jahr aus: Die Handwerkskammer Kassel rechnet mit einem Umsatzplus von 0,5 Prozent und einer stabilen Beschäftigung.

Das schlechte Wetter zu Jahresbeginn habe für einen Dämpfer gesorgt, sagte Kammerpräsident Heinrich Gringel in der Vollversammlung.

Für den weiteren Verlauf der Konjunktur in der Branche sei nicht nur die Entwicklung der Weltwirtschaft und der EU-Finanzkrise von Bedeutung, sondern auch die Umsetzung politischer Ziele, beispielsweise bei der energetischen Gebäudesanierung sowie dem Städte- und Straßenbau. Er kritisierte die momentane Blockadehaltung in der Politik und forderte verlässliche, steuerliche Anreize, damit Hausbesitzer ihre Sanierungspläne umsetzen.

Gringel plädierte zudem für Investitionen in den Straßenbau und die Schaffung von Wohnraum der mittleren Preisklasse. Das Handwerk begrüße zwar den Abbau des Staatsdefizits, sagte der Kammerchef, „dennoch dürfen wir der nachfolgenden Generation keine marode Infrastruktur hinterlassen“.

Sorgen bereiten dem Handwerk die Nachwuchs- und Fachkräfte: Viele Lehrstellen blieben unbesetzt. Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge sei im vergangenen Jahr von 2936 auf 2864 gesunken, berichtete Hauptgeschäftsführer Eberhard Bierschenk. Zeichen für die Attraktivität einer Ausbildung im Handwerk sei, dass immer mehr Auszubildende mit Abitur eine Ausbildung im Handwerk absolvierten – derzeit liegt die Quote bei 10,5 Prozent (2002: vier Prozent).

Eine Stabilisierung auf hohem Niveau vermeldete Bierschenk bei den Handwerksbetrieben in Nord-, Ost- und Mittelhessen. Ende 2012 betrug die Zahl der kammerzugehörigen Betriebe 16 117, was ein Anstieg von 0,5 Prozent zum Vorjahr sei. (rud)

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