Karl-Werner Demmer: „Wir decken nicht nur Dächer“

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Karl-Werner Demmer, Obermeister der Innung Dachdecker Waldeck-Frankenberg

Karl-Werner Demmer, Obermeister der Innung Dachdecker Waldeck-Frankenberg, stand im Interview Rede und Antwort.

Alle reden vom Fachkräftemangel. Wie sieht es bei den Dachdeckern aus?

Karl-Werner Demmer: Momentan gibt es noch genügend Fachkräfte. Das wird sich aber in fünf bis sieben Jahren ändern. Der Nachwuchs fehlt. Waren früher 15 Auszubildende normal, so haben wir jetzt im ersten Lehrjahr noch acht Auszubildende. Das wird sich bemerkbar machen. Viele junge Leute wandern ab – drei Monate im Jahr ist „Saure- Gurken- Zeit“, da Dachdecker im Winter nicht aufs Dach können. Das schreckt viele ab.

Azubis der Berufsschule in Korbach - Dachdecker

Dachdecker an der Berufsschule in Korbach, Grundstufe 1: „Ich lerne Dachdecker, weil man immer etwas Neues macht“ Markus Blotho, 18, Korbach, Urff und Demmer © Teuber-Blechschmidt
Dachdecker an der Berufsschule in Korbach, Grundstufe 1: „Ich lerne Dachdecker, weil mich der Beruf interessiert“ Tobias Emorits, 17, Hallenberg, Andreas Krotz © Teuber-Blechschmidt
Dachdecker an der Berufsschule in Korbach, Grundstufe 1: „Ich lerne Dachdecker, weil er mir Spaß macht“ Dennis Wallmert, 16, Odershausen, Winter Dach und Wand © Teuber-Blechschmidt
Dachdecker an der Berufsschule in Korbach, Grundstufe 1: „Ich lerne Dachdecker, weil man viel an der Luft ist“ Thomas Hackbarth, 18, Mühlhausen, Brühmann und Nolte © Teuber-Blechschmidt
Dachdecker an der Berufsschule in Korbach, Grundstufe 1: „Ich lerne Dachdecker, Weil es mir Spaß macht“ Dennis Neb, 15, Goddelsheim, Burkhard Volke © Teuber-Blechschmidt
Dachdecker an der Berufsschule in Korbach, Grundstufe 1: „Ich lerne Dachdecker, weil der Beruf sehr vielseitig ist“ Dennis Schröder, 18, Korbach, Friedrich Thomas © Teuber-Blechschmidt
Dachdecker an der Berufsschule in Korbach, Grundstufe 1: „Ich lerne Dachdecker, weil der Beruf Spaß macht“ Daniel Vesper, 16, Goddelsheim, Kesting GmbH © Teuber-Blechschmidt
Dachdecker an der Berufsschule in Korbach, Grundstufe 1: „Ich lerne Dachdecker, weil mich der Beruf interessiert“ Robin Mazak, 18, Mengeringhausen, Bernd K.Bartsch GbR © Teuber-Blechschmidt
Dachdecker an der Berufsschule in Korbach, Grundstufe 1: „Ich lerne Dachdecker, weil es schön ist im Freien zu arbeiten.“ Janik Müller, 17, Giflitz, Winter, Dach und Wand © Teuber-Blechschmidt
Dachdecker an der Berufsschule in Korbach, Grundstufe 1: „Ich lerne Dachdecker, weil der Beruf abwechslungsreich ist und ich im Freien arbeite.“ Kai Waldeck, 24, Bad- Zwesten, Harald Wagener © Teuber-Blechschmidt
Dachdecker an der Berufsschule in Korbach, Grundstufe 1: „Ich lerne Dachdecker, weil der Beruf neue Herausforderungen bringt.“ Julian Bock, 21, Vöhl, Heinrich Volke © Teuber-Blechschmidt
Dachdecker an der Berufsschule in Korbach, Grundstufe 1: „Ich lerne Dachdecker, weil man nie weiß, was am nächsten Tag kommt.“ Marcel Schäfer, 19, Strothe, Kesting GmbH © Teuber-Blechschmidt
Dachdecker an der Berufsschule in Korbach, Grundstufe 1: „Ich lerne Dachdeckerin, durch elterlichen Betrieb“ Nadine Schmidt, 22, Röddenau, Udo Schmidt © Teuber-Blechschmidt
Dachdecker an der Berufsschule in Korbach, Grundstufe 1: „Ich lerne Dachdecker, weil ich jeden Tag an etwas anderem arbeite.“ Patrick Kaiser, 17, Battenberg, Eckhardt Schwickerath © Teuber-Blechschmidt
Azubis der Berufsschule in Korbach, Grundstufe 1 © Teuber-Blechschmidt

Wie wollen Sie das Interesse der jungen Menschen wecken?

Karl-Werner Demmer: Wir werben ja jetzt schon in den Schulen um Auszubildende. Aber die Zusammenarbeit sollte noch intensiviert werden. Auch beim Job-Day, wo sich die Betriebe vorstellen, werden wir mit neuen Ideen neue Wege gehen, um Jugendliche zu motivieren.

Wie sehen Sie die Zukunft des Dachdeckerhandwerks?

Karl-Werner Demmer: Sehr gut. Unser Handwerk ist ein Beruf mit Zukunft. Wir decken ja nicht nur Dächer, sondern verkleiden zum Beispiel Fassaden, montieren Fotovoltaikanlagen und Solarthermie bis zum Keller. Wir betreiben enge Zusammenarbeit mit Fachkollegen. Der Dachdeckerberuf bietet jedem eine Chance. Fleißige Hauptschüler sind ebenso gern gesehen wie Jugendliche mit Realschulabschluss. Man sollte aber körperlich fit sein, schwindelfrei und Spaß an der Arbeit in frischer Luft haben. (ztb)

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